KfW Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss (455)

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Auszug aus: KfW: Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss(455) - Ein Programm der KfW Bankengruppe:

Aktualitätshinweis

Gesichert aktuelle Informationen und vor allem (ggf.) dargestellte Zinssätze sind nur auf der KfW-Website abrufbar.


Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss (455)

Ihr Zuschuss für mehr Wohnkomfort und Einbruchschutz
Zuschuss - Programmnummer 455

Das Wichtigste in Kürze

  • bis 6.250 Euro Zuschuss je Wohnung für Maßnahmen zur Barrierereduzierung
  • bis 1.500 Euro Zuschuss je Wohnung ausschließlich für Maßnahmen zum Einbruchschutz
  • für alle, die Ihr Eigenheim umbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen
  • im KfW-Zuschussportal beantragen und sofort Zuschusshöhe erfahren

Für 2017 hat der Bund die Förder­mittel für den barriere­reduzierenden Umbau auf 75 Mio. EUR und für kriminal­präventive Maß­nahmen auf 60 Mio. EUR aufgestockt.

Gegenüber dem Vorjahr sehen wir in 2017 eine steigende Nach­frage in beiden Zuschuss­varianten. Eine Antrag­stellung im KfW-Zuschuss­portal ist möglich, solange die Förder­mittel nicht aufgebraucht sind. Sollten Sie konkrete Maß­nahmen planen, empfehlen wir immer eine zeit­nahe Antrag­stellung und Umsetzung.

Was fördern wir?

Wir fördern Modernisierungs­maßnahmen, mit denen Sie Barrieren reduzieren, Ihren Wohn­komfort erhöhen oder in Einbruch­schutz­maßnahmen investieren. Dazu gehören:

Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz
  • Einbau einbruch­hemmender Haus- und Wohnungs­eingangs­türen nach DIN EN 1627 oder besser
  • Einbau von Nachrüst­systemen für Haus- und Wohnungs­eingangs­türen (z. B. Tür­zusatz­schlösser, Querriegel­schlösser mit/ohne Sperrbügel, Kasten­riegel­schlösser)
  • Einbau von Nachrüst­systemen für Fenster, Balkon- und Terassen­türen sowie einbruch­hemmender Gitter und Rollläden (z. B. aufschraub­bare Fenster­stangen­schlösser, dreh­gehemmte Fenster­griffe, Band­seiten­sicherungen, Pilzkopf­verriegelungen)
  • Einbau von Einbruchs- und Überfall­meldeanlagen (z. B. Kamera­systeme, Panik­schalter, Personen­erkennung an Haus- und Wohnungs­türen, intelligente Tür­schlösser)
  • Baugebundene Assistenz­systeme (z. B. (Bild-)Gegen­sprech­anlagen, Bewegungs­melder, Beleuchtung, bauge­bundene Not- und Ruf­systeme)
Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung

Diese Maßnahmen können Sie auch miteinander kombinieren:

1. Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen

  • Wege zu Gebäuden, Garagen, Sitz- und Spielplätzen sowie zu Entsorgungs­einrichtungen
  • Umbau und Schaffung von alters­gerechten Kfz-Stell­plätzen sowie deren Über­dachung
  • Umbau und Schaffung oder Über­dachung von Abstell­plätzen für Kinder­wagen, Rollatoren/Rollstühle und Fahrräder
  • sonstige Wohn­umfeld­maßnahmen in bestehenden Gebäuden ab 3 Wohn­einheiten

2. Eingangsbereich und Wohnungszugang

  • Abbau von Barrieren im Haus­eingangs­bereich und bei Wohnungs­zugängen
  • Schaffung von mehr Bewegungs­fläche
  • Wetter­schutz­maßnahmen wie Über­dachungen

3. Überwindung von Treppen und Stufen

  • Einbau, Nach­rüstung oder Verbesserung von Aufzugsanlagen
  • Treppenlifte
  • barriere­reduzierende Um­gestaltung von Treppen­anlagen
  • Rampen zur Über­windung von Barrieren

4. Umgestaltung der Raum­aufteilung und Schwellen­abbau

  • Änderung des Raum­zuschnitts von Wohn- und Schlaf­räumen, Fluren oder Küchen
  • Verbreiterung von Tür­durch­gängen mit Einbau neuer Innen­türen
  • Schwellenabbau
  • Erschließung oder Schaffung von Terrassen, Loggien oder Balkonen

5. Badumbau

  • Änderung der Raum­aufteilung des Bades
  • Schaffung bodengleicher Duschplätze einschließlich Dusch(-klapp)sitze
  • Modernisierung von Sanitär­objekten (WC, Bidets, Waschbecken und Bade­wannen)

6. Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag

  • Altersgerechte Assistenz­systeme (z. B. für Bedienungs- und Antriebs­systeme für Türen, Rollläden, Fenster, Beleuchtung, Heizung)
  • Modernisierung von Bedien­elementen
  • Einbau von Stütz- und Halte­systemen einschließlich
  • Maß­nahmen zur Nach­rüstung Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie z. B. Beleuchtung, Gegen­sprech- oder Briefkasten­anlagen

7. Schaffung von Gemeinschafts­räumen, Mehr­generationen­wohnen

  • Umgestaltung von bestehenden Flächen zu Gemeinschafts­räumen oder Schaffung von Gemeinschafts­räumen

Alle Einzel­maßnahmen zum Einbruch­schutz und zur Barriere­reduzierung können kombiniert werden und müssen den technischen Mindest­anforderungen entsprechen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt und den Anlagen zum Merk­blatt "Technische Mindest­anforderungen" und "Liste der förder­fähigen Maßnahmen".

Bitte beachten:

Kombinieren Sie Maßnahmen zum Einbruch­schutz und zur Barriere­reduzierung stellen Sie bitte im KfW-Zuschuss­portal zwei separate Anträge.

Umbaumaßnahmen zum Standard Altersgerechtes Haus

Wir fördern barrierearme Umbau­maßnahmen in Wohnungen und Wohn­gebäuden, mit denen Sie den Standard Altersgerechtes Haus erreichen.

Umwidmung von Nicht-Wohngebäuden

Auch der barrierearme Umbau von beheizten Nicht-Wohnflächen (zum Beispiel Gewerbe­flächen) zu Wohn­flächen ist förderbar.

Kauf von barrierearm saniertem Wohnraum

Beim Ersterwerb von barrierearm modernisiertem Wohnraum können die Kosten der barriere­reduzierenden Umbau­maßnahmen gefördert werden, wenn diese im Kauf­vertrag gesondert ausgewiesen sind.


Dieses Förderprodukt kommt nicht in Frage für:

  • Ferienhäuser und -wohnungen, Boarding­häuser als Beherbergungs­betrieb
  • gewerblich genutzte Flächen/Gebäude
  • Pflege- und Alten­wohn­heime (siehe auch Merkblatt)
  • Umschuldungen bestehender Darlehen
  • Nachfinanzierungen bereits begonnener oder abgeschlossener Vorhaben

Wen fördern wir?

Wir fördern Sie als Privatperson - unabhängig von Ihrem Alter - wenn Sie

  • Eigentümer eines Ein- oder Zwei­familien­hauses mit maximal 2 Wohn­einheiten oder einer Wohnung sind,
  • Erst­erwerber eines sanierten Ein- oder Zwei­familien­hauses oder einer sanierten Wohnung sind,
  • eine Wohnungs­eigentümer­gemeinschaft aus Privat­personen sind,
  • Mieter sind (Empfehlung: Schließen Sie mit Ihrem Vermieter eine Modernisierungs­vereinbarung ab.)

Konditionen

Höhe des Zuschusses pro Wohnung
Maßnahme Zuschuss­betrag in % Maximaler Zuschuss­betrag in Euro
Einzelmaß­nahmen zum Einbruch­schutz 10,0 % Ihrer förder­fähigen Kosten 1.500
Einzelmaß­nahmen aus den Förder­bereichen zur Barriere­reduzierung 10,0 % Ihrer förder­fähigen Kosten 5.000
Kombination von Maßnahmen zur Barriere­reduzierung mit Maßnahmen zum Einbruch­schutz 10,0 % Ihrer förder­fähigen Kosten 5.000
Standard "Alters­gerechtes Haus" 12,5 % Ihrer förder­fähigen Kosten 6.250


Hinweis zur Höhe der förder­fähigen Kosten:

  • Bei Einzelmaßnahmen zum Einbruch­schutz werden förderfähige Investitions­kosten von mindestens 500 Euro bis maximal 15.000 Euro pro Wohnung bezuschusst.
  • Bei Maßnahmen zur Barriere­reduzierung (Einzel­maßnahmen oder Standard Alters­gerechtes Haus) werden förderfähige Investitions­kosten von mindestens 2.000 Euro bis maximal 50.000 Euro pro Wohnung bezuschusst. * Stellen Sie Anträge für beide Maßnahmen, d. h. zum Einbruch­schutz und zur Barrierereduzierung, werden insgesamt förder­fähige Investitions­kosten von mindestens 2.000 Euro bis maximal 50.000 Euro pro Wohnung bezuschusst.

Sie wollen die barriere­reduzierenden Maß­nahmen lieber mit einem Kredit finanzieren?

Dann können Sie unser Förder­produkt Altersgerecht Umbauen - Kredit (159) nutzen.

Quelle

KfW Altergerecht Umbauen - Investitionszuschuss (455)

Abgerufen: 8.8.2017