Vorlage:Pc-gd Verarbeitung Dämmstoff matten und einblas

Aus Wissen Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Arbeitsschritte im Detail

Hinweis Verarbeitung

Anschlüsse sind das sensibelste Detail der Luftdichtung. Fugen in diesem Bereich führen meist zu Bauschäden mit erheblichen Folgen. Die sorgfältige luftdichte Verklebung der Bahnen untereinander, an angrenzende Bauteile und Durchdringungen ist daher unerlässlich.

Auf glatten Untergründen können die Dampfbremsbahnen mit den pro clima Klebebändern {{{3}}}, {{{8}}} oder {{{4}}} angeschlossen werden. Das doppelseitige Klebeband pro clima {{{6}}} kann nicht in Verbindung mit Einblasdämmstoffen verwendet werden.

Auf rauen oder mineralischen Untergründen wird der pro clima Luftdichtungsanschlusskleber {{{2}}} verwendet. Mit ihm können Unebenheiten von bis zu 2 cm Tiefe ausgefüllt werden. Nicht tragfähige und sandende Untergründe ggf. grundieren.

Auf ungeschützten Metallteilen, wie z.B. Eisen, sollten wegen Korrosionsgefahr nur Klebebänder verwendet werden.

Vorbereiten

  • Der Untergrund ist mit einem Besen von Staub und Verschmutzungen zu befreien.
sichtbare Unterspannbahn
Gefach mit Wärmedämmung
  • Die Ausgangssituation: Beim Einbau der Wärmedämmkonstruktion sind die Gefache leer.
  • Gefachdämmung mit mattenförmigem Dämmstoff: Außen, auf den Sparren sollte als Winddichtung eine Dämmschutzschicht (z. B. eine Bahn der SOLITEX MENTO-Familie, Holzfaserplatten oder eine Unterdeckung auf Schalung) eingebaut sein. Sie sorgt dafür, dass die Wärmedämmung nicht von kalter Luft durchströmt wird und optimal dämmt.
  • Während der kalten Monate muss der Dämmstoff unmittelbar nach dem Einbau der Dampfbrems- und Luftdichtungsebene eingeblasen werden. So wird Tauwasserausfall an der inneren Bahn verhindert.


Verlegung der Bahnen

[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Verlegung_01.jpg|left|thumb|200px|Ausrollen und antackern der Bahnen, hier mit mattenförmigem Dämmstoff]] [[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Ueberlappung_01.jpg|left|thumb|200px|Nächste Bahn mit Überlappung einbauen]]
  • Raumseitig, unter der Dämmung wird nun die pro clima {{{1}}} Dampfbrems- und Luftdichtungsbahn verlegt. {{{14}}}. Sie schützt die Wärmedämmung vor Feuchtigkeit und Schimmel.
  • Die {{{1}}} kann sowohl parallel als auch quer zu den Sparren ausgerollt und angetackert werden. Wir zeigen hier die {{{10}}}. {{{11}}}.
  • Bahn ausrollen und mit mind. 10 mm breiten und 8 mm langen, verzinkten Tackerklammern im Abstand von 10-15 cm (bei Einblasdämmung: 5-10 cm) befestigen.
  • Bahn ca. 4 cm auf angrenzende Bauteile (z. B. Giebelwand und Drempel) führen, damit hier später luftdicht angeschlossen werden kann.
  • Nachdem die erste Bahn sitzt, wird die zweite Lage montiert. Die aufgedruckte Markierung dient der Orientierung bei der Überlappung.
  • Bei der Querverlegung ist eine Mindestüberlappung der Bahnen von 7 bis 10 cm erforderlich.
  • Bei der Längsverlegung werden die Bahnen auf den Konstruktionshölzern überlappt. Hier ist eine Mindestüberlappung von 1 cm einzuhalten. Bei der Längsverlegung ist das Überlappen der Bahnen in den Gefachen/Feldern nicht zulässig.


Verklebung der Bahnenüberlappungen

[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Verklebung_01.jpg|left|thumb|200px|Verklebung der Bahnenüberlappungen mit {{{3}}}]]
  • Ist die Dampfbremse montiert, geht es ans Verkleben der Überlappungen. Im Überlappungsbereich die Bahnen falls erforderlich mit einem Lappen säubern (trocken, staub- und fettfrei), mit dem Klebeband pro clima {{{3}}} zugfrei und lastfrei verkleben. {{{12}}}.
  • Falten im Überlappungsbereich dürfen nicht überklebt, sondern müssen aufgeschnitten und neu verklebt werden.
  • Das Band mittig ansetzen und z.B. mit dem pro clima PRESSFIX fest anreiben.
  • Bei längs verlegten Bahnen muss die Verklebung auf einem der Konstruktionshölzer (z.B. Sparren) erfolgen.


Anschlüsse

Anschluss Drempel
[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Drempel_01.jpg|left|thumb|200px|Verklebung auf OSB mit {{{3}}}]]
  • Genauso wichtig wie die Verklebung der Überlappungen sind die Anschlüsse zu angrenzenden Bauteilen. Dabei wird an glatte, nicht mineralische Bauteile (wie hier Drempel aus OSB-Platten) mit {{{3}}} angeschlossen.
  • Giebelwandanschluss analog.


[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Drempel_02.jpg|left|thumb|200px| Verklebung auf Putz mit {{{2}}}]] [[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Drempel_03.jpg|left|thumb|200px|Dehnschlaufe herstellen]]
  • Für angrenzende mineralische Bauteile oder raue Holzbauteile (z.B. verputzte Wände oder sägeraue Sparren) wird der Anschlusskleber pro clima {{{2}}} direkt aus der Kartusche in einer ca. 5 mm dicken Kleberraupe aufgetragen.
  • Bei rauen Untergründen Raupendurchmesser ggf. vergrößern.


  • Dampfbremse wenn möglich mit einer Dehnschlaufe in das Kleberbett legen. Kleber nicht ganz flach drücken, damit Bauteilbewegungen aufgenommen werden können.
  • Auf standfesten Untergründen werden keine Anpresslatten benötigt. Sollte dies z.B. bei absandenden Untergründen nicht gewährleistet sein ist der Einsatz von Anpresslatten empfehlenswert.


Anschluss Ortgang mit {{{5}}}
[[Bild:Pc-gd verarb CONTEGA PV 1-{{{9}}}.jpg|left|thumb|200px|Vlies am Mauerwerk mit {{{2}}} fixieren. ]] [[Bild:Pc-gd verarb CONTEGA PV 2-{{{9}}}.jpg|left|thumb|200px|{{{5}}}-Trennfolie abziehen, Dampfbremse mit Klebestreifen verkleben. Band fest anreiben, dabei Dehnschlaufe ausbilden.]] [[Bild:Pc-gd verarb CONTEGA PV 4-{{{9}}}.jpg|left|thumb|200px|Vlies und Armierung in die Mittellage des Putzes einbinden]]
  • Bei Mauerwerk, welches noch verputzt werden soll, sorgt das Putzanschlussband pro clima {{{5}}} für definierte luftdichte Übergänge. Das weiße luftdichte Vlies des Bandes wird zunächst mit dem Anschlusskleber {{{2}}} möglichst weit in der Ecke mit einigen Klebepunkten am Mauerwerk fixiert.
  • Dampfbremse heranführen. Trennfolienstreifen am {{{5}}} abziehen und Vlies mit Klebestreifen auf Dampfbremse fixieren. Fest anreiben, dabei Dehnschlaufe ausbilden.
  • Wird die Wand schließlich verputzt, muss das {{{5}}} nur noch in die Mittellage des Putzes eingebettet werden. Dazu Vlies und Armierung wieder zurückschlagen, Putz auf der Wand, hinter {{{5}}} auftragen, Vlies und Armierung in den frischen Vorputz legen und vollständig einputzen. Fertig.

Mehr Details siehe: Verarbeitung (CONTEGA PV)

Anschluss Mittelpfette
[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Pfette_01.jpg|left|thumb|200px| Anschluss an sägeraue Mittelpfette mit {{{2}}}]] [[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Pfette_02.jpg|left|thumb|200px| Dehnschlaufe herstellen]]
  • An sägerauen Sparren oder Pfetten wird der Anschlusskleber pro clima {{{2}}} verwendet. Die flüssigen Anschlusskleber werden direkt aus der Kartusche in einer etwa 5 mm dicke Kleberraupe aufgetragen. Bei rauen Untergründen ggf. Raupendurchmesser vergrößern.
  • Anschließend die Dampfbremse mit einer Dehnschlaufe (wenn möglich) in das Kleberbett drücken. Dabei den Kleber nicht ganz flach drücken, damit Bauteilbewegungen aufgenommen werden können.


Durchdringungen

Anschluss Balken oder eckige Durchdringungen
[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Balken_01.jpg|left|thumb|200px|Eck-Klebeband {{{4}}} passend ablängen und L-förmig vorfalten]] [[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Balken_02.jpg|left|thumb|200px|Ersten Trennstreifen abziehen und ersten Schenkel verkleben]]
  • Luftdichtung ist auch an verwinkelten Stellen wichtig. Kein Problem mit dem Eckklebeband pro clima {{{4}}}. Es ist mit drei Trennfolienstreifen ausgestattet. So ist es möglich zunächst nur einen Teil der Klebefläche zu „aktivieren“ und eine Seite der Verklebung vorzunehmen.
  • Das Eckklebeband pro clima {{{4}}} L-förmig vorfalten und am kurzen Schenkel die Trennfolie entfernen. Auf der verbleibenden Trennfolie das Klebeband in die zu verklebende Ecke schieben und den einen Teil des Bandes verkleben.


[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Balken_03.jpg|left|thumb|200px|Balken allseitig einkleben]] [[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Balken_04.jpg|left|thumb|200px|Verbliebene Trennstreifen abziehen und komplett verkleben]]
  • Im zweiten Schritt einfach die restlichen Trennstreifen entfernen und die Verbindung komplett herstellen.
  • Den Balken nach und nach allseitig verkleben.
  • Das Band fest anreiben.


Anschluss Rohr oder Kabel
[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Rohr_01.jpg|left|thumb|200px|Anschluss an Rohre mit Dichtmanschetten]]
  • Werden Rohre oder Kabel durch die Dampfbrems- und Luftdichtungsebene geführt, müssen auch sie dauerhaft sicher angeschlossen werden. Bestens geeignet sind Dichtmanschetten aus EPDM. Das flexible Material schmiegt sich dicht an Rohre und Kabel und ist für alle gängigen Durchmesser erhältlich.
  • Kabelmanschetten sind selbstklebend: Trennfolie abziehen, über das Kabel schieben und ankleben.
  • Die Rohrmanschetten ROFLEX {{{3}}} fixieren.
  • Klebebänder z. B. mit der Anreibhilfe PRESSFIX gut anreiben.


Anschluss Schornstein
[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Schornstein_01.jpg|left|thumb|200px|Anschluss an verputzten Schornstein mit {{{2}}}]] [[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Schornstein_02.jpg|left|thumb|200px|Ecken mit TESCON No.1 abdichten]]
  • Für Anschlüsse zu gedämmten, zweischaligen Schornsteinen {{{1}}} ca. 3 cm auf den Schornstein führen.
  • Eine etwa 5 mm dicke Kleberraupe (ggf. mehr) mit pro clima {{{2}}} auftragen und die Bahn mit einer Dehnschlaufe in das Kleberbett legen. Dabei den Kleber nicht ganz flach drücken, damit Bauteilbewegungen aufgenommen werden können.
  • Ecken mit kurzen Stücken TESCON No.1 abdichten. Das Klebeband mittig bis zu Hälfte einschneiden. So kann es einfach angeformt werden.


Stützlattung

[[Bild:Pc-gd verarb_{{{9}}}_Fertig_02.jpg|left|thumb|200px|Fertige Luftdichtungsebene mit {{{1}}} und Stützlattung]]

Nach DIN 4108-7:2011-01 sind dauernde Zugkräfte auf Klebeverbindungen und Luftdichtungsbahnen zu verhindern. Um die Last verbauter Dämmstoffe, klimabedingtes Dehn-/Schwindverhalten der Luftdichtungsbahn oder Bauteilbewegungen aufzunehmen, sind mechanische Sicherungen (Latten) vorzusehen.

  • Es empfiehlt sich daher eine Stützlattung im Abstand von {{{13}}} cm zu montieren.
  • Bei Einsatz von Einblasdämmstoffen sind in Absprache mit den jeweiligen Verarbeitern eventuell engere Lattungsabstände vorzusehen um die stärkere Belastung aus dem Einblasvorgang abzutragen.
    Zusätzlich muss auf jeder Verklebung bei querverlegten Bahnen eine Stützlatte angeordnet werden, damit die Verklebung spannungs- bzw. lastfrei ist.