Semiprobabilistisches Sicherheitskonzept: Unterschied zwischen den Versionen

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=====Brettschichtholz=====
=====[[Brettschichtholz]]=====
{| cellpadding="3" cellspacing="0" rules="all" class="rahmenfarbe1" style="background: #ffffff;"
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| colspan="2" rowspan="3" |  || class="hintergrundfarbe1" colspan="8" | Pappel und Nadelholz
|- align="center" class="hintergrundfarbe1"
| colspan="4" | für homogenes Brettschichtholz || colspan="4" | für kombiniertes Brettschichtholz
|- align="center"
|'''GL 24h'''||'''GL 28h'''|| GL 32h || GL 36h ||'''GL 24c'''||'''GL 28c'''|| GL 32c || GL 36c
|- class="hintergrundfarbe1"
| colspan="14" | Festigkeitseigenschaften [N/mm²]  
|- align="center"
| align="left" | Biegung ||f<sub>m,g,k</sub>||'''24'''||'''28'''|| 32 || 36 ||'''24'''||'''28'''|| 32 || 36
|- align="center"
| align="left" | Zug parallel ||f<sub>t,0,g,k</sub>||'''16,5'''||'''19,5'''|| 22,5 || 26 ||'''14'''||'''16,5'''|| 19,5 || 22,5
|- align="center"
| align="left" | Zug rechtwinklig<sup>a</sup>
|f<sub>t,90,g,k</sub>||'''0,4'''||'''0,45'''|| 0,5 || 0,6 ||'''0,35'''||'''0,4'''|| 0,45 || 0,5
|- align="center"
| align="left" | Druck parallel ||f<sub>c,0,g,k</sub>||'''24'''||'''26,5'''|| 29 || 31 ||'''21'''||'''24'''|| 26,5 || 29
|- align="center"
| align="left" | Druck rechtwinklig||f<sub>c,90,g,k</sub>||'''2,7'''||'''3,0'''|| 3,3 || 3,6 ||'''2,4'''||'''2,7'''|| 3,0 || 3,3
|- align="center"
| align="left" | Schub<sup>1,b</sup>||f<sub>v,g,k</sub>||'''2,7''' ||'''3,2'''|| 3,8 || 4,3 ||'''2,2'''||'''2,7'''|| 3,2 || 3,8
|- class="hintergrundfarbe1"
| colspan="14" | Steifigkeitseigenschaften [kN/mm²]  
|- align="center"
| align="left" | Elastizitätsmodul<br /> parallel, Mittelwert
|E<sub>0,g,mean</sub>||'''11.600'''||'''12.600'''|| 13.700 || 14.700 ||'''11.600'''||'''12.600'''|| 13.700 || 14.700
|- align="center"
| align="left" | Elastizitätsmodul<br />parallel, 5%-Quantile
|E<sub>0,g,05</sub>||'''9.400'''||'''10.200'''|| 11.100 || 11.900 ||'''9.400'''||'''10.200'''|| 11.100 || 11.900
|- align="center"
| align="left" | Elastizitätsmodul<br />rechtwinklig, Mittelwert
|E<sub>90,g,mean</sub>||'''390'''||'''420'''|| 460 || 490 ||'''320'''||'''390'''|| 420 || 460
|- align="center"
| align="left" | Schubmodul <br /> Mittelwert
|G<sub>g,mean</sub>||'''720'''||'''780'''|| 850 || 910 ||'''590'''||'''720'''|| 780 || 850
|- class="hintergrundfarbe1"
| colspan="14" | Rohdichte [kg/m³]
|- align="center"
| align="left" | Rohdichte
|r<sub>g,k</sub>||'''380'''||'''410'''|| 430 || 450 ||'''350'''||'''380'''|| 410 || 430
|-
| colspan="10" | Anmerkungen zu [[ÖNORM B 1995]]-1-1:2009:<br />
<sup>1</sup> Abweichend zu den Angaben in EN 1994:1999 ist für alle BSH-Festigkeitsklassen ein Festigkeitswert für die <br /> &nbsp;&nbsp; Schubfestigkeit von '''f'''<sub>v,g,k</sub>&nbsp;=&nbsp;3,0&nbsp;N/mm² zu verwenden. Der Einfluss von Rissen ist für den Schubnachweis mit dem Faktor <br /> &nbsp;&nbsp; '''k'''<sub>cr</sub> zu berücksichtigen.
|-
| colspan="10" | Anmerkungen zu [[DIN 1052]]:2008:<br />
<sup>a</sup> In DIN 1052:2008 ist abweichend von [[EN 1194]]:1999 für alle BSH-Festigkeitsklassen ein Wert für die Schubfestigkeit <br /> &nbsp;&nbsp; von '''f'''<sub>v,90,g,k</sub>&nbsp;=&nbsp;0,5&nbsp;N/mm² festgelegt. <br />
<sup>b</sup> In DIN 1052:2008 ist abweichend von [[EN 1194]]:1999 für alle BSH-Festigkeitsklassen ein Wert für die Schubfestigkeit <br /> &nbsp;&nbsp; von '''f'''<sub>v,g,k</sub>&nbsp;=&nbsp;2,5&nbsp;N/mm² festgelegt.
|}
'''Tab. 1.13:''' charakteristische Festigkeitskennwerte für Brettschichtholz nach '''ÖNORM EN 1194''':1999 und '''DIN 1052''':2008
 
'''Abb. 1.4:''' Beispiele für den Querschnittsaufbau von hochkant auf Biegung beanspruchten Rechteckquerschnitten





Version vom 17. November 2010, 12:21 Uhr

Kurzdarstellung semiprobabilistisches Sicherheitskonzept

Nachweise nach Normen basierend auf dem semi-probabilistischem Sicherheitskonzept Anmerkung zum folgenden Kapitel

Dieses Kapitel stellt zum Zweck des Überblicks eine inhaltliche Kurzfassung der derzeit geltenden Europäischen Normenwerke dar und erhebt naturgemäß keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ersetzt im Anwendungsfall keinesfalls die detaillierten Festlegungen der jeweiligen Normen, welche in jedem Fall heranzuziehen sind.
Die redaktionelle Erarbeitung erfolgte im Hinblick auf die Darstellung der Eigenschaften vom SHERPA Holzverbinder-System.

Einführung

Der Holzbau hat sich durch die verschiedenen Baukulturen der Völker, den unterschiedlichen regionalen Holzarten und nicht zuletzt von den getrennt durchgeführten Holzforschungen und den damit verbundenen Erfahrungen, regional in sehr unterschiedlichen Bauweisen weiterentwickelt. Durch die Europäisierung und dem damit einhergehenden Wunsch Handelshemmnisse abzubauen, wurde ab den 70er Jahren mit der Harmonisierung nationaler Regelungen begonnen [Step 1]. Mit der Normenserie EN 1995-1-1:2004/A1:2008 und EN 1995-1-2:2006 stehen dem Holzbau heute Dokumente zur Verfügung, die durch gesichertes Fachwissen eine auf europäischer Ebene einheitliche Bemessung von Holzbauten ermöglichen [Step 1]. Damit den regionalen Bedürfnissen und Anforderungen der Länder nachgekommen werden kann, erfolgte eine Erweiterung der Grundlagendokumente der Eurocodes durch nationale Anhänge. Für die Anwendung des Eurocode 5 EN 1995-1-1:2004/A1:2008 sind gewisse Vorkenntnisse nötig, damit ein sicherer Umgang mit den semi-probabilistischen Bemessungskonzepten erfolgen kann.

In Deutschland findet durch die DIN 1052:2008 dasselbe Sicherheitskonzept Anwendung, weshalb es unter anderem noch zu keiner vollständigen Umstellung auf den Eurocode 5 gekommen ist. Da mit der DIN 1052:2008 ein sehr gutes Normenwerk zur Verfügung steht, werden auch in anderen Ländern sehr häufig noch Bemessungsregeln daraus verwendet. Mit der Zeit wird es allerdings auch hierzu einer Angleichung kommen müssen.

Der SHERPA®-Verbinder mit der bauaufsichtlichen Zulassung Z-9.1-558 vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) unterliegt den Regeln der DIN 1052:2008. In den folgenden Punkten werden die Methoden der Berechnung von Holzbauwerken nach den semi-probabilistischen Sicherheitskonzeptender beiden Regelwerke DIN 1052:2008 und der EN 1995-1-1:2004/A1:2008 vorgestellt. Durch den Sitz der Vinzenz Harrer GmbH in Frohnleiten bei Graz, werden in bestimmten Punkten auch Angaben aus dem nationalen Anhang für Österreich ÖNORM B 1995-1-1:2009 gemacht. Im Anschluss daran werden die Nachweise für die Grenzzustände der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit der EN 1995-1-1:2004/A1:2008 und der DIN 1052:2008 vorgestellt und auch miteinander verglichen.

Die gezeigten Rechenmodelle beinhalten nur einen kleinen Teil der beiden genannten Regelwerke und dürfen somit keinesfalls als Ersatz der jeweils gültigen Normendokumente verstanden werden.

Viele Parameter in den Berechnungskonzepten zur Dimensionierung von Bauteilen unterliegen natürlichen statistischen Streuungen. Damit die in diesem Zusammenhang entstehenden Unsicherheiten der Modellannahmen quantifiziert und das Versagensrisiko so gering wie möglich gehalten und auch bewertet werden kann, werden in den Normenwerken die Berechnungskonzepte nachdem semi-probabilistischen Sicherheitskonzept aufgebaut. Die europäischen Normenwerke zur Bemessung von Tragwerken ist der Abb. 1.1 zu entnehmen.

Abb. 1.1

Neben den Definitionen des Sicherheitskonzepts in

  • EN 1990 Grundlagen der Tragwerksplanung

sind für den Bereich des konstruktiven Holzbaues weiters die Normengruppe der Einwirkungen

sowie die Bemessungs- und Konstruktionsnormengruppen

  • EN 1995 Bemessung und Konstruktion von Holzbauten
  • EN 1993 Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten
  • EN 1992 Bemessung und Konstruktion von Betonbauten und
  • EN 1998 Auslegung von Bauwerken gegen Erdbeben

von besonderer Relevanz.

Die Bemessung und Konstruktion von Holzbauten wird in Europa einheitlich durch die Normenwerke

EN 1995-1-1:2004/A1:2008 Bemessung und Konstruktion von Holzbauten
Teil 1-1: Allgemeines - Allgemeine Regeln und Regeln für den Hochbau
EN 1995-1-2:2006 Bemessung und Konstruktion von Holzbauten
Teil 1-2: Allgemeine Regeln - Bemessung für den Brandfall
EN 1995-2: 2006 Bemessung und Konstruktion von Holzbauten
Teil 2: Brücken

Neben den angeführten „Grundlagendokumenten“ besteht für die jeweiligen nationalen Normeninstitute noch die Möglichkeit der Herausgabe von sog. „nationalen Anhängen“, in denen nationale Festlegungen, Erläuterungen und Ergänzungen zu den Grundlagendokumenten definiert werden können. All diese Dokumente (ÖNORM EN 199x und ÖNORM B 199x) sind als geschlossene Einheit anzuwenden, und das Vermischen mit anderen Normenserien (ÖNORM B 4xxx, ÖNORM ENV 199x) ist nichtzulässig.

Grundsätzliches zur Bemessung nach Grenzzuständen

Allgemeines

Die auf dem semi-probabilistischem Sicherheitskonzept basierende Normenfamilie der Eurocodes und einzelner nationaler Normen, wie zum Beispiel dieDIN 1052:2008, definieren über Grenzzustände die konstruktive Zuverlässigkeit der Tragsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit von Tragwerken. Werden die Grenzzustände überschritten, können die an ein Tragwerk gestellten Anforderungen nicht mehr gesichert erfüllt werden.

Grenzzustände der Tragfähigkeit (engl.: Ultimate Limit State (ULS))

Grenzzustände der Tragfähigkeit sind Zustände, bei deren Überschreitung es zu einem Einsturz des Tragwerks oder anderen Formen des Versagens (plastische Deformationen) kommen kann.
Kennzeichen der Grenzzustände der Tragfähigkeit sind:

  • Gleichgewichtsverlust des gesamten Tragwerkes oder einzelner Tragwerksteile (Montagezustände berücksichtigen)
  • Stabilitätsverluste (besonders bei schlanken Bauteilen)
  • Eintritt von Versagensmechanismen am Gesamtsystem oder einzelner Tragwerksteile

Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit (engl.: Serviceability Limit State (SLS))

Die Verformungen bzw. Durchbiegungen eines Tragwerkes infolge von Beanspruchungen sollen in definierten Grenzen gehalten werden, um mögliche Schäden (wie z. B. Rissbildungen) an Bauteilen, wie Decken, Fußboden, Trennwänden, Installationen, etc. zu vermeiden. Auch gilt es, die Anforderungen hinsichtlich der Benutzbarkeit (Durchbiegungen, Schwingungen) und des Erscheinungsbildes bzw. des Wohlbefindens der Nutzer zu erfüllen.

Nachweise durch die Methode der Teilsicherheitsbeiwerte

Das in den Eurocodes und der DIN 1052:2008 verankerte Sicherheitskonzept beruht - im Gegensatz zum deterministischen Sicherheitskonzept mit einem globalen Sicherheitsbeiwert („Verfahren mit zulässigen Spannungen“) - auf der Nachweisführung mit sogenannten Teilsicherheitsbeiwerten.
Diese Sicherheitsfaktoren werden verwendet, um das Versagensrisiko einer Tragstruktur, mit den für die Berechnung verbundenen Modellannahmen, so niedrig wie möglich zu halten. Dabei ist zu zeigen, dass in allen maßgebenden Bemessungssituationen beim Ansatz der Bemessungswerte für Einwirkungen oder deren Auswirkungen, für die Tragwiderstände keiner der maßgebenden Grenzzustände überschritten wird. Ein Vorteil dieser Methode ist die eindeutige Trennung der wichtigsten Einflussfaktoren für die Bemessung von Tragwerken.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören:

  • Einwirkungen: Nutzlasten, Schnee, Wind, Temperaturen, . . .
  • Baustoffeigenschaften: Festigkeiten, Steifigkeiten,. . .
  • geometrische Größen: Abmessungen, Geometrien, . . .

All diese Einflussfaktoren sind Zufallsgrößen, die statistischen Streuungen unterliegen.


In Abb. 1.2 ist dieser Zusammenhang an Hand typischer Verteilungsfunktionen für die Einwirkung E und die Tragfähigkeit R eines Bauteils grafisch dargestellt. Beide Zufallskenngrößen weisen dabei streuenden Charakter auf. Ein Versagen lässt sich in dieser Darstellung durch den Zusammenhang R − E < 0 definieren. Für den Fall R − E = 0 wird dementsprechend gerade der Grenzzustanderreicht. Auf Grund der Tatsache, dass für die beiden Verteilungsfunktionen - insbesondere an den Verteilungsenden - im Allgemeinen unzureichende empirische Kenntnisse vorliegen, begnügt man sich im Rahmen des semi-probabilistischen Sicherheitskonzeptes damit dafür Sorge zu tragen, dass zwischen definierten Werten (charakteristischen Werten bzw. Bemessungswerten) der Verteilungsfunktionenein ausreichender Sicherheitsabstand gewährleistet bleibt.

Durch das einheitliche Konzept der Eurocodes mit den Teilsicherheitsbeiwerten kann die Bemessung von Tragwerken baustoffunabhängig erfolgen und die Berechnungen für alle Baustoffe auf denselben Konzepten basieren.

Abb 1.2

Es bedeuten:

E Beanspruchung
Emean Mittelwert der Beanspruchung
Ek charakteristischer Wert der Beanspruchung
Ed Bemessungswert der Beanspruchung
R Widerstand
Rmean Mittelwert des Widerstandes
Rk charakteristischer Wert des Widerstandes
Rd Bemessungswert des Widerstandes


Auf Grund der zum Teil stark streuenden Eigenschaften des Roh- und Werkstoffes Holz hinsichtlich mechanischer Eigenschaften, des orthotropen (unterschiedliche Eigenschaften in Richtung der Längs-, Radial- und Tangentialachse) Material- und Feuchteverhaltens (Schwinden und Quellen in den genannten Richtungen) sowie Inhomogenitäten in der Baustoffstruktur, werden in Ergänzung zum semi-probabilistischem Sicherheitskonzept für die Bemessung und Konstruktion von Holztragwerken eine Reihe weiterer Faktoren verwendet.

Diese ermöglichen zum Beispiel die Berücksichtigung unterschiedlicher Feuchtegehalte und der Dauer der Lasteinwirkung auf das Tragverhalten, der Berücksichtigung einer verminderten Querschnittsfläche infolge von Rissen oder auch das zeitabhängige Verformungsverhalten zur Berücksichtigung des Kriechverhaltens von Holzkonstruktionen.

Einwirkungen und Einwirkungskombinationen

Begriffe im Zusammenhang mit Einwirkungen

Unter Einwirkungen im Sinne des europäischen Normenkonzeptes versteht man übergeordnet:

  • „eine Gruppe von Kräften (Lasten), die auf ein Tragwerk wirken (direkte Einwirkungen)“,

sowie

  • „eine Gruppe von aufgezwungenen Verformungen oder einer Beschleunigung, die z. B. durch Temperaturänderungen, Feuchtigkeitsänderung, ungleiche Setzung oder Erdbebenhervorgerufen werden (indirekte Einwirkungen).

“Die nachfolgende Abbildung enthält einen Überblick über die gegebenenfalls zu berücksichtigenden „Einwirkungs-Normen“ nach EN 1991.

Abb. 1.3:

Auswirkungen von Einwirkungen auf ein Tragwerk

Durch die Einwirkungen auf ein Tragwerk kommt es zu Beanspruchungen von Bauteilen(z. B. Schnittkräfte, Spannungen, Dehnungen) oder Reaktionen des Gesamttragwerks (z. B. Durchbiegungen, Verdrehungen).

Einteilung der Einwirkungen
ständige Einwirkungen

Einwirkungen (direkte Einwirkungen wie z. B. das Eigengewicht von Konstruktionen, Gebäudeausrüstungen,... . Indirekte Auswirkungen wie Schwinden, ungleichmäßige Setzungen, ...) von denen vorausgesetzt wird, dass sie während der gesamten Nutzungsdauer in die gleiche Richtung wirken und deren zeitliche Größenänderungen vernachlässigt werden können.

veränderliche Einwirkungen

Einwirkungen (z. B. Nutzlasten auf Decken, Schneelasten, Windlasten) die nicht immer in die gleiche Richtung wirken und deren zeitliche Größenänderungen nicht vernachlässigbar sind.

außergewöhnliche Einwirkungen

Einwirkungen (z. B. Brand, Explosionen, Erdbeben, Fahrzeuganprall, ... ) die in der Regel von kurzer Dauer, aber von bedeutender Größenordnung sind und die während der geplanten Nutzungsdauer mit keiner nennenswerten Wahrscheinlichkeit auftreten können.

Bemessungswert einer Einwirkung

Wert einer Einwirkung, der durch Multiplikation des repräsentativen Wertes mit dem Teilsicherheitsbeiwert ermittelt wird.

charakteristischer Wert einer Einwirkung

wichtigster repräsentativer Wert einer Einwirkung.

Kombination von Einwirkungen (ohne Ermüdung)

Da Einwirkungen auf ein Tragwerk meistens in Kombinationen mit anderen veränderlichen Einwirkungen auftreten, müssen unterschiedliche Kombinationen mit der Berücksichtigung von Auftretenswahrscheinlichkeiten auf ein Tragwerk angesetzt werden. Für die Bemessungssituationen wird unterschieden in

  • ständige Situationen, die den üblichen Nutzungsbedingungen des Tragwerks entsprechen;
  • vorübergehende Situationen, die sich auf zeitlich begrenzte Zustände des Tragwerks beziehen (Bauzustand, Instandsetzungen,. . . )
  • außergewöhnliche Situation, die sich auf außergewöhnliche Bedingungen für das Tragwerk beziehen, z. B. Brand, Explosionen, Anprall oder Folgen lokalen Versagens;
  • Situationen bei Erdbeben, die die Bedingungen bei Erdbebeneinwirkungen auf das Tragwerk umfassen.

„Die gewählten Bemessungssituationen müssen alle Bedingungen, die während der Ausführung und Nutzung des Tragwerks vernünftigerweise erwartet werden können, hinreichend genau erfassen.“

Für die Kombinationsregeln gilt der Allgemeine Grundsatz:

Jede Einwirkung sollte eine dominierende Einwirkung (Leiteinwirkung mit einem Maximum) oder eine außergewöhnliche Einwirkung (Erdbeben, Fahrzeuganprall, ...) aufweisen. Die Auswirkungen der übrigen Einflüsse (Begleiteinwirkungen) sind, sofern aus physikalischen oder betrieblichen Gründen sinnvoll, zu berücksichtigen. Dabei soll jede Einwirkung auch als Leiteinwirkung auftreten. Daraus lässt sich ableiten, dass die Anzahl der unterschiedlichen Lastfallkombinationen zumindest jener der unterschiedlichen von einander unabhängigen Einwirkungen entspricht. Aus allen Kombinationen ist jene mit den ungünstigsten Auswirkungen auf das Tragverhalten der Struktur maßgebend. Die Integration der Einwirkungen erfolgt mit Hilfe von Teilsicherheitsbeiwerten gG und gQ und Kombinationsbeiwerten y .

Kombinationsregeln für Nachweise in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit

Kombination von Einwirkungen bei ständigen (Normalsituationen) und vorübergehenden (Bausituationen) Bemessungssituationen (= Grundkombination)

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mit

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Teilsicherheitsbeiwert für die ständige Einwirkung j
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Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } Kombinationsbeiwert einer veränderlichen Einwirkung

Da das Aufstellen der Lastkombinationen mit einem relativ großen Rechenaufwand verbunden ist, werden in der DIN 1052:2008 vereinfachte Regeln gemäß Gleichung (1.2) für die Anwendungen im Hochbau 1a angegeben.

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Anmerkung:
In der EN 1990 sind keine Vereinfachungen für die Einwirkungskombinationen zu finden.

a Ermittlung der Schnittgrößen nach Theorie I. Ordnung


Kombination von Einwirkungen bei außergewöhnlichen Bemessungssituationen (Brandfall, Explosionen, ...)

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mit

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle E_{d}\ } Bemessungswert der Einwirkungskombination bei einer außergewöhnlichen Bemessungssituation
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle A_{d}\ } Bemessungswert einer außergewöhnlichen Einwirkung
Beiwert für häufige Werte der dominierenden veränderlichen Einwirkung
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi_{2,1}\ } Beiwert für quasi ständige Werte der dominierenden veränderlichen Einwirkung
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi_{2,i}\ } Beiwert für quasi ständige Werte der begleitenden veränderlichen Einwirkungen


Kombinationen von Einwirkungen für Bemessungssituation bei Erdbeben

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \ E_{dAE} = \sum_{j \ge 1} G_{k,j}\ \oplus\ \gamma_{I} \cdot A_{Ek}\ \oplus\ \sum_{i \ge 1} \psi_{2,i}\ \cdot Q_{k,i} }

mit

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle E_{dAE}\ } Bemessungswert der Einwirkungskombination für die Bemessungssituation bei Erdbeben
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle A_{EK}\ } charakteristischer Wert der Erdbebenlast
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma_{I}\ } Wichtungsfaktor (siehe EN 1998)


Kombinationsregeln für Nachweise in den Grenzzuständen der Gebrauchstauglichkeit

Die Kombinationen der Einwirkungen sollen an das Bauwerksverhalten und an die Nutzung desGebäudes und den damit verbundenen Gebrauchstauglichkeitskriterien angepasst werden.

Allgemein ist die Bedingung Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle E_{d} \le C_{d}} zu erfüllen.

mit
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle E_{d}\ } Bemessungswert der Einwirkungen auf Gebrauchstauglichkeitsniveau
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle C_{d}\ } Bemessungswert der Grenze für das maßgebende Gebrauchstauglichkeitskriterium


charakteristische Kombination

Verwendung für nicht umkehrbare Auswirkungen auf ein Tragwerk

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \ E_{d} = \sum_{j\ge1} G_{k,j}\ \oplus\ Q_{k,1}\ \oplus\ \sum_{i>1} \psi_{0,i}\ \cdot Q_{k,i} }


häufige Kombination

Verwendung für umkehrbare Auswirkungen auf ein Tragwerk

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \ E_{d} = \sum_{j\ge1} G_{k,j}\ \oplus\ \psi_{1,1} \cdot Q_{k,1}\ \oplus\ \sum_{i>1} \psi_{2,i}\ \cdot Q_{k,i} }


quasi-ständige Kombination

Verwendung für Langzeitauswirkungen (z. B. Erscheinungsbild) auf ein Tragwerk

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \ E_{d} = \sum_{j\ge1} G_{k,j}\ \oplus\ \sum_{i\ge1} \psi_{2,i}\ \cdot Q_{k,i} }


Teilsicherheitsbeiwerte für Einwirkungen

Mit Hilfe der Teilsicherheitsbeiwerte werden die Modellunsicherheiten und Größenabweichungen der Einwirkungen und Auswirkungen berücksichtigt.

Grenzustände der Tragfähigkeit
Einwirkungskombination ständige Einwirkung Gd veränderliche Einwirkung Qd
Leit-
einwirkung
Begleit-
einwirkung
günstig ungünstig weitere
ständige und vorübergehende
Bemessungssituation
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } G,j;sup · G k,j;sup Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } G,j;inf · G k,j;inf Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } Q,1 · Q k,1 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } Q,i · Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 0,i · Q k,i
 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } G,j;sup  =  1,35

(Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } G,j;sup  =  1,10 (1,35) )
 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } G,j;inf   =  1,00
(Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } G,j;inf   =  0,90 (1,15) )

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } Q,1  =  1,50 (0)
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } Q,i  =  1,50 (0)
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } Q,i

für STR/GEO: bei ungünstiger Wirkung

(für Nachweise der Lagesicherheit (EQU): z. B. Abhebekräfte infolge Windsog)
für STR/GEO: bei günstiger Wirkung
(für Nachweise der Lagesicherheit (EQU): z. B. Abhebekräfte infolge Windsog)

für EQU/STR/GEO: bei ungünstiger Wirkung (bei günstiger Wirkung)
für EQU/STR/GEO: bei ungünstiger Wirkung (bei günstiger Wirkung)
Kombinationsbeiwert

ständige Einwirkung Gd veränderliche Einwirkung Qd
Leit-
einwirkung
Begleiteinwirkung
günstig ungünstig Haupt
(falls vorhanden)
weitere
außergewöhnliche
Bemessungssituation
G k,j;sup G k,j;inf Ad (Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 1,1 oder Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 2,1) · Q k,i Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 2,i · Q k,i
Erbeben G k,j;sup G k,j;inf - Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } f · Q Ek oder A Ed Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 2,i · Q k,i
Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit
ständige Einwirkung Gd veränderliche Einwirkung Qd
ungünstig günstig dominierende weitere
charakteristisch G k,j;sup G k,j;inf - Q k,1 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 0,i · Q k,i
häufig G k,j;sup G k,j;inf - Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 1,1 · Q k,1 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 2,i · Q k,i
charakteristisch G k,j;sup G k,j;inf - Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 2,1 · Q k,1 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi\ } 2,i · Q k,i
Anmerkung:

Für die außergewöhnliche Bemessungssituation und Erdbeben im Grenzzustand der Tragfähigkeit, sowie Nachweise im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit werden die Teilsicherheitsbeiwerte mit Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } G,j = 1,0 berücksichtigt.

Tab. 1.1: empfohlene Teilsicherheitsbeiwerte nach EN 1990:2002 (Zusammenfassung)


Kombinationsbeiwerte Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 0, Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 1 und Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 2

Mit Hilfe der Kombinationsbeiwerte Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 0, Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 1 und Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 2 wird die reduzierte Wahrscheinlichkeit des gleichzeitigen Auftretens der ungünstigen Auswirkungen mehrerer unabhängiger veränderlicher Einwirkungen berücksichtigt.

Die Einwirkungen werden unterteilt in

  • charakteristischer Wert einer Einwirkung
    Der charakteristische Wert einer Einwirkung wird so gewählt, dass er während des Bezugszeitraumes nicht überschritten wird.
  • seltener Wert
    Der Kombinationswert einer selten auftretenden veränderlichen Einwirkung wird begleitend mit einer veränderlichen Einwirkung verwendet.
  • häufiger Wert einer veränderlichen Einwirkung
    Der Kombinationswert einer häufig auftretenden veränderlichen Einwirkung wird so gewählt, dass die Überschreitungshäufigkeit innerhalb der Nutzungsdauer auf einen bestimmten Wert begrenzt bleibt.
  • quasi-ständiger Wert einer veränderlichen Einwirkung
    Der Kombinationswert einer quasi-ständig auftretenden veränderlichen Einwirkung wird so gewählt, dass der Überschreitungszeitraum einen wesentlichen Teil des Bezugszeitraumes ausmacht.
Einwirkungen Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 0 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 1 Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \psi} 2
Nutzlasten im Hochbau (siehe EN 1991-1-1)
Kategorie A: Wohngebäude 0,7 0,5 0,3
Kategorie B: Bürogebäude 0,7 0,5 0,3
Kategorie C: Versammlungsbereiche 0,7 0,7 0,6
Kategorie D: Verkaufsflächen 0,7 0,7 0,6
Kategorie E: Lagerflächen 1,0 0,9 0,8
Fahrzeugverkehr im Hochbau
Kategorie F: Fahrzeuggewicht ≤ 30 kN
Kategorie G: 30 kN < Fahrzeuggewicht ≤ 160 kN

0,7
0,7

0,7
0,5

0,6
0,3
Kategorie H: Dächer 0 0 0
Schneelasten im Hochbau (siehe EN 1991-1-3)a
- Finnland, Island, Norwegen, Schweden 0,7 0,5 0,2
- für Orte in CEN-Mitgliedsstaaten mit einer Seehöhe über 1.000 m ü. NN 0,7 0,5 0,2
- für Orte in CEN-Mitgliedsstaaten mit einer Seehöhe niederiger als 1.000 m ü. NN 0,5 0,2 0
Windlasten im Hochbau (siehe EN 1991-1-4) 0,6 0,2 0
Temperaturanwendungen (ohne Brand) im Hochbau, siehe EN 1991-1-5 0,6 0,5 0
Anmerkung: Die Festlegung der Kombinationsbeiwerte erfolgt im nationalen Anhang.
a Bei nicht ausdrücklich genannten Ländern sollten die maßgebenden örtlichen Bedingungen betrachtet werden.

Tab. 1.2: empfohlene Kombinationsbeiwerte nach EN 1990:2002


Basisvariable

Bemessungswert der Beanspruchbarkeit (Tragfähigkeit)

Der Bemessungswert der Tragfähigkeit eines Querschnitts, Bauteils bzw. einer Verbindung wird im Holzbau mit Hilfe der Gleichung (1.9) berechnet.

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \mathsf{X_{d} = \frac{k_{mod} \cdot X_{k}}{\gamma_{M}} \qquad \mbox{bzw.} \qquad R_{d} = \frac{k_{mod} \cdot R_{k}}{\gamma_{M}}} }

mit

Xk bzw. Rk charakteristischer Wert einer Festigkeitseigenschaft bzw. Beanspruchbarkeit
kmod Modifikationsbeiwert zur Berücksichtigung der Lasteinwirkungsdauer und der Nutzungsklasse, siehe Tab. 1.8 und 1.9
Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } M Teilsicherheitsbeiwert einer Baustoffeigenschaft, siehe Tab. 1.6 und 1.7

Der Modifikationsbeiwert ist ein Sicherheitsfaktor, der den Einfluss des Tragverhaltens durch unterschiedliche Feuchtegehalte und die Dauer der Lasteinwirkung berücksichtigt. Der Sicherheitsfaktor Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } M ist der Teilsicherheitsbeiwert der Baustoffeigenschaften mit Berücksichtigung der Modellunsicherheiten und Größenabweichungen (Streuungen).


Einwirkungen und Umgebungseinflüsse

Klassen der Lasteinwirkungsdauer (KLED)

Die Klassifizierung der Dauer der Einwirkung auf ein Gebäude bzw. Tragwerk ist Tab. 1.3 und 1.4 zu entnehmen.

KLED Größenordnung der akkumulierten
Lasteinwirkungsdauer
Beispiele
ständig länger als 10 Jahre Eigenlasten von Tragwerken, Ausrüstungen,
festen Einbauten und haustechnischen Anlagen
lang 6 Monate bis 10 Jahre Lagerstoffe
mittel 1 Woche bis 6 Monate Nutzlasten, Schneelasten bei Geländehöhe
größer 1.000 m ü. NN
kurz kürzer als eine Woche Schneelasten bei Geländehöhen
bis 1.000 m ü. NN, Windlasten
sehr kurz kürzer als 1 Minute außergewöhnliche Lasten, Anpralllasten,
Erdbebenlasten

Tab. 1.3: Zuordnung von Tragwerken in KLED nach DIN 1052:2008


Einwirkung KLED
Wichten und Flächenlasten nach DIN 1055-1 ständig
Lotrechte Nutzlasten nachDIN 1055-3

A Spitzböden, Wohn- und Aufenthaltsräume
B Büroflächen, Arbeitsflächen, Flure
C Räume, Versammlungsräume und Flächen, die der Ansammlung von Personen dienen
   können (mit Ausnahme von unter A, B, D und E festgelegten Kategorien)
D Verkaufsräume
E Fabriken und Werkstätten, Ställe, Lagerräume und Zugänge, Flächen mit erheblichen
   Menschenansammlungen
F Verkehrs- und Parkflächen für leichte Fahrzeuge (Gesamtlast ≤ 25 kN)
   Zufahrtsrampen zu diesen Flächen
G Flächen für den Betrieb mit Gegengewichtsstaplern
H nicht begehbare Dächer, außer für übliche Erhaltungsmaßnahmen, Reparaturen
K Hubschrauber-Regellasten
T Treppen und Treppenpodeste
Z Zugänge, Balkone und Ähnliches


mittel
mittel

kurz
mittel

lang
mittel
kurz
mittel
kurz
kurz
kurz
kurz
Horizontale Nutzlasten nach DIN 1055-3
Horizontale Nutzlasten infolge von Personen auf Brüstungen, Geländern und anderen
Konstruktionen, die als Absperrung dienen
kurz
Horizontallasten zur Erzielung einer ausreichenden Längs- und Queraussteifung a
Horizontallasten für Hubschrauberlandeplätze auf Dachdecken
- für horizontale Nutzlasten
- für den Überrollschutz

kurz
sehr kurz
Windlasten nach DIN 1055-4 kurz
Schneelasten und Eislasten nach DIN 1055-5
- Geländehöhen des Bauwerksstandortes NN ≤ 1.000 m
- Geländehöhen des Bauwerksstandortes NN > 1.000 m

kurz
mittel
Anpralllasten nach DIN 1055-9 sehr kurz
Horizontallasten aus Kran- und Maschinenbetrieb nach DIN 1055-10 kurz
a entsprechend der zugehörigen Lasten

Tab. 1.4: Zuordnung von Tragwerken in KLED nach DIN 1052:2008


Nutzungsklasse (NKL)

Durch die hygroskopischen Eigenschaften des Holzes passt sich die Holzfeuchte durch Feuchtigkeitsaufnahme und Feuchtigkeitsabgabe an die Umgebungsfeuchte an. Die sich einstellende Holzfeuchte beeinflusst die technologischen Eigenschaften des Holzes (mit zunehmender Feuchtigkeit nehmen die Festigkeit und der E-Modul ab). Wegen des Umwelteinflusses auf Holzbauteile ist es notwendig, die Tragwerke in Nutzungsklassen zu unterteilen. Sie kennzeichnen die klimatischen Verhältnisse der Umgebungdes Bauwerkes während seiner Lebensdauer.

Nutz-
ungs-
klasse
Umgebungsklima Holzfeuchte
der meisten
Nadelhölzer
Tragwerks- bzw. Gebäudetyp
Temperatur relative Luft-
feuchte a
1 20 °C ≤ 65% ≤ 12% Innenräume von Wohn-, Schul- und Verwaltungsbauten
2 20 °C ≤ 85% ≤ 20% Innenräume von Nutzbauten wie Lagerhallen, Reithallen
und Industriehallen sowie überdachte Konstruktionen im
Freien, deren Bauteile nicht der freien Bewitterung
ausgesetzt sind (30° Regeneinfallswinkel)
3 - > 85% > 20% Bauteile im Freien mit konstruktivem Holzschutz
a Die relative Luftfeuchte darf in den Nutzungsklassen 1 und 2 maximal für einige Wochen im Jahr die angegebenen Werte übersteigen.

Tab. 1.5: Zuordnung von Tragwerken in Nutzungsklassen nach ÖNORM B 1995-1-1 und DIN 1052:2008

Zur Verminderung von Schwindrissen und Maßänderungen sollten die verwendeten Holzbauteile für die Nutzungsklassen 1 und 2 mit einer Einbaufeuchte u ≤ 20 %, und für die Nutzungsklasse 3 mit u ≤ 25 % begrenzt werden (lt. DIN 1052:2008).


Teilsicherheitsbeiwerte für Baustoffeigenschaften und Widerstände

Grenzzustand der Tragfähigkeit Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } M
Grundkombination
Vollholz
Brettschichtholz
LVL, Sperrholz, OSB
Spanplatten
Harte Faserplatten
Mittelharte Faserplatten
MDF-Faserplatten
Weiche Faserplatten
Verbindungen
Nagelplatten (Stahleigenschaften)
1,30
1,25
1,20
1,30
1,30
1,30
1,30
1,30
1,30
1,25
außergewöhnliche Kombination
Allgemein 1,00
Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } M
Allgemein 1,00

Tab. 1.6: empfohlene Teilsicherheitsbeiwerte für
Baustoffeigenschaften nach ÖNORM EN 1995-1-1:2009

Grenzzustand der Tragfähigkeit Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } M
ständige und vorübergehende Bemessungssituation
Holz und Holzwerkstoffe 1,30
Stahl in Verbindungen
- auf Biegung beanspruchte stiftförmige
  Verbindungsmittel
- auf Zug und Scheren beanspruchte
  Teile beim Nachweis gegen die Streck-
  grenze im Nettoquerschnitt
- Plattennachweis auf Tragfähigkeit für
  Nagelplatten


1,10

1,25


1,25
außergewöhnliche Kombination
Allgemein 1,00
Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \gamma\ } M
Allgemein 1,00

Tab. 1.7: empfohlene Teilsicherheitsbeiwerte für
Baustoffeigenschaften nach DIN 1052:2008

Baustoffeigenschaften

Modifikationsbeiwerte der Festigkeiten zur Berücksichtigung der Nutzungsklasse und Lasteinwirkungsdauer

Anmerkung:
Setzt sich eine Lastkombination aus unterschiedlichen Lasteinwirkungsdauern zusammen, ist in der Regel der Wert für kmod mit der kürzeren Dauer zu verwenden. Besteht eine Verbindung aus Holzteilen mit unterschiedlichen zeitabhängigem Verhalten so ist kmod mit kmod,1 und kmod,2 der beiden Holzteile mit Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \mathsf{ k_{mod} = \sqrt {k_{mod,1} \cdot k_{mod,2}}} } zu ermitteln.

Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse
Vollholz (EN 14081-1)
Brettschichtholz (EN 14080)
Furnierschichtholz (EN 14374, EN 14279)
Sperrholz (EN 636-1, -2, -3)
OSB/2a (EN 300)
Spanplatten Typ P4a, P5 (EN 312)
Holzfaserplatten, hart:
HB.LAa, HB.LA1, HB.LA2 (EN 622-2)
Lasteinwirkungsdauer 1 2 3 Lasteinwirkungsdauer 1 2
ständig 0,60 0,60 0,50 ständig 0,30 0,20
lang 0,70 0,70 0,55 lang 0,45 0,30
mittel 0,80 0,80 0,65 mittel 0,65 0,45
kurz 0,90 0,90 0,70 kurz 0,85 0,60
sehr kurz 1,10 1,10 0,90 sehr kurz 1,10 0,80
Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse
OSB/3, OSB/4 (EN 300)
Spanplatten Typ P6a, P7 (EN 312)
Holzfaserplatten, mittelhart:
MBH.LA1a, MBH.LA2a (EN 622-3)
MBH.HLS1, MBH.HLS2 (EN 622-3)
Holzfaserplatten, MDF:
MDF.LAa, MDF.HLS (EN 622-5)
Lasteinwirkungsdauer 1 2 3 Lasteinwirkungsdauer 1 2
ständig 0,40 0,30 - ständig 0,20 -
lang 0,50 0,40 - lang 0,40 -
mittel 0,70 0,55 - mittel 0,60 -
kurz 0,90 0,70 - kurz 0,80 0,45
sehr kurz 1,10 0,90 - sehr kurz 1,10 0,80
a Anwendungen nur für Nutzungsklasse 1 erlaubt

Tab. 1.8: empfohlene Modifikationsbeiwerte nach EN 1995-1-1:2004/A:2008


Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse
Vollholz, Brettschichtholz
Balkenschichtholz, Furnierschichtholz
Brettsperrholz, Sperrholz
Kunstharzgebundene Spanplatten
Zementgebundene Spanplatten
Faserplatten, Typ HB.HLA2 (DIN EN 622-2:2004-07)
Lasteinwirkungsdauer 1 2 3 Lasteinwirkungsdauer 1 2
ständig 0,60 0,60 0,50 ständig 0,30 0,20
lang 0,70 0,70 0,55 lang 0,45 0,30
mittel 0,80 0,80 0,65 mittel 0,65 0,45
kurz 0,90 0,90 0,70 kurz 0,85 0,60
sehr kurz 1,10 1,10 0,90 sehr kurz 1,10 0,80
Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse
OSB-Platten, Typen OSB/2a, OSB/3 und OSB/4
(DIN EN 300:2006-09)
Faserplattena, Typ MBH.LA2
(DIN EN 622-3:2004-07)
Gipskartonplatten, Typen GKBa, GKFa, GKBI und
GKFI (DIN 18180)
Lasteinwirkungsdauer 1 2 3 Lasteinwirkungsdauer 1 2
ständig 0,40 0,30 - ständig 0,20 0,15
lang 0,50 0,40 - lang 0,40 0,30
mittel 0,70 0,55 - mittel 0,60 0,45
kurz 0,90 0,70 - kurz 0,80 0,60
sehr kurz 1,10 0,90 - sehr kurz 1,10 0,80
a nur Nutzungsklasse 1

Tab. 1.9: empfohlene Modifikationsbeiwerte nach DIN 1052:2008


Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse
1 2 3 1 2
Vollholz
(EN 14081-1)
Brettschichtholz
(EN 14080)
Furnierschichtholz
(EN 14374, EN 14279)
0,60 0,80 2,00 OSB/21 (EN 300)
Spanplatten, Typ P41, Typ P5
(EN 312)
Holzfaserplatten, hart:
HB.LA1, HB.LA1, HB.LA2
(EN 622-2)
Holzfaserplatten, MDF:
MDF.LA1, MDF.HLS
(EN 622-5)
2,25 3,00
Sperrholz
(EN 636-11, -22,-3)
0,80 1,00 2,50
OSB/3, OSB/4
(EN 300)
1,50 2,25 - Holzfaserplatten, mittelhart:
MBH.LA11, MBH.LA2,1
MBH.HLS1, MBH.HLS2
(EN 622-3)
3,00 4,00
Spanplatten, Typ P61, P7
(EN 312)
1 Verwendung nur in Nutzungsklasse 1
2 Verwendung nur in Nutzungsklasse 1 und 2
Anmerkung:
Universalkeilzinkenverbindungen nach EN 387 bei denen sich in Verbindungen die Faserrichtung verändert dürfen nicht
in Nutzungsklasse 3 verwendet werden.

Tab. 1.10: empfohlene Verformungsbeiwert nach EN 1995-1-1:2004/A1:2008

Anmerkung zu EN 1995-1-1:2004/A1:2008
Besteht eine Verbindung aus Holzbauteilen mit dem gleichen zeitabhängigen Verhalten, so ist der Wert von kdef zu verdoppeln. Wenn eine Verbindung aus Holz- und/oder Holzwerkstoffen mit unterschiedlichem zeitabhängigen Verhalten besteht, ist in der Regel der Wert für kdef mit den Verformungsbeiwerten kdef,1 und kdef,2 der beteiligten Holzbaustoffe mittels Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): {\displaystyle \mathsf{ k_{def} = 2 \cdot \sqrt {k_{def,1} \cdot k_{def,2}}} } zu berechnen.


Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse Baustoff (Bezugsnorm) Nutzungsklasse
1 2 3 1 2
Vollholz
Brettschichtholz
Furnierschichtholz
Balkenschichtholz
Brettsperrholz
0,60 0,80 2,00 Kunstharzgebundene
Spanplatte
2,25 3,00
Zementgebundene
Spanplatten
Faserplatten, Typ HB.LA2
(DIN 622-2:2004-07)
Sperrholz 0,80 1,00 2,50 Faserplatten, Typ MBH.LA2
(DIN 622-3:2004-07)
3,00 4,00
Furnierschichtholzc
OSB-Platten 1,50 2,25 - Gipskartonplatten
a Die Werte für kdef für Vollholz, dessen Feuchte beim Einbau im Fasersättigungsbereich oder darüber liegt und im
  eingebauten Zustand austrocknen kann, sind um 1,0 zu erhöhen.

b mit allen Furnieren faserparallel
c mit Querfurnieren

Tab. 1.11: empfohlene Verformungsbeiwert nach DIN 1052:2008

Anmerkung DIN 1052:2008
Ist der ständige Lastanteil > 70 % der Gesamtlast soll die Steifigkeit Druck beanspruchter Bauteile um den Faktor 1 / (1+kdef) abgemindert werden. Bei Tragwerken aus Bauteilen mit unterschiedlichen zeitabhängigen Verformungsverhalten sollen die Steifigkeiten der einzelnen Bauteile um den Faktor 1 / (1+kdef) abgemindert werden.

Besteht eine Verbindung aus Holzbaustoffen mit unterschiedlichen kdef-Werten ist das arithmetische Mittel zu verwenden. Bei Stahlblech-Holz-Verbindungen ist der Verformungsbeiwert des Holzes zu verwenden.

Materialkennwerte

Baustoffeigenschaften werden durch charakteristische Werte angegeben, der einem angenommenen Fraktilwert einer statistischen Verteilung entspricht. In der Regel sind das die

  • 5 %-Quantilwerte bei Festigkeiten und Rohdichten, und
  • 5 %-Quantilwerte oder Mittelwerte bei Steifigkeiten
Vollholz
Pappel und Nadelholz
C14 C16 C18 C20 C22 C24 C27 C30 C35 C40 C453 C503
Festigkeitseigenschaften [N/mm²]
Biegung fm,k 14 16 18 20 22 24 27 30 35 40 45 50
Zug parallel1 ft,0,k 8 10 11 12 13 14 16 18 21 24 27 30
Zug rechtwinklig1 ft,90,k 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4
Druck parallel1 fc,0,k 16 17 18 19 20 21 22 23 25 26 27 29
Druck rechtwinklig1 fc,90,k 2,0 2,2 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 2,9 3,1 3,2
Schub1,4,a fv,k 3,0 3,2 3,4 3,6 3,8 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
Steifigkeitseigenschaften [kN/mm²]
Elastizitätsmodul
parallel, Mittelwert
E0,mean 7 8 9 9,5 10 11 11,5 12 13 14 15 16
Elastizitätsmodul
parallel, 5%-Quantile 1
E0,05 4,7 5,4 6,0 6,4 6,7 7,4 7,7 8,0 8,7 9,4 10,0 10,7
Elastizitätsmodul
rechtwinklig, Mittelwert 1
E90,mean 0,23 0,27 0,30 0,32 0,33 0,37 0,38 0,40 0,43 0,47 0,50 0,53
Schubmodul
Mittelwert 1
Gmean 0,44 0,50 0,56 0,59 0,63 0,69 0,72 0,75 0,81 0,88 0,94 1,00
Rohdichte [kg/m³]
Rohdichte rk 290 310 320 330 340 350 370 380 400 420 440 460
Rohdichte, Mittelwert rk,mean 350 370 380 390 410 420 450 460 480 500 520 550
Anmerkungen zu EN 338:2009:

1 Die oben angegebenen Werte für die Zug-, Druck- und Schubfestigkeit, die 5%-Quantile des Elastizitätsmoduls, der
  Mittelwert des Elastizitätsmoduls rechtwinklig zur Faserrichtung und der Mittelwert des Schubmoduls wurden mit den
  in Anhang A von EN 338:2009 angegebenen Gleichungen berechnet.
2 Die tabellierten Eigenschaften gelten für Holz mit einem, bei 20 °C und 65% relativer Luftfeuchte üblichen Feuchtegehalt.
3 Es kann sein, dass Bauholz der Klasse C45 und C50 nicht immer zur Verfügung steht.
4 Die charakteristischen Werte für die Schubfestigkeit werden entsprechend EN 408 für Holz ohne Risse angegeben.
  Die Auswirkung von Rissen sollte in Bemessungsnormen behandelt werden.

Anmerkungen zu DIN 1052:2008:

a In DIN 1052:2008 ist abweichend von EN 338:2009 für alle Festigkeitsklassen ein Wert für die Schubfestigkeit von
  fv,k = 2,0 N/mm² festgelegt.

Tab. 1.12: charakteristische Festigkeitskennwerte für Pappel und Nadelholz nach ÖNORM EN 338:2009 und DIN 1052:2008


Brettschichtholz

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