Auszug aus: Leitfaden für die Innenraumlufthygiene in Schulgebäuden - Im Wesentlichen lassen sich die Aussagen auf andere Innenräume übertragen


Asbest

Asbesthaltige Bauprodukte wurden auch in Schulgebäuden noch bis in die 1980er-Jahre eingesetzt, wobei zwischen Asbestzementprodukten (mit einem Asbestanteil von ca. 15 Gew.-%) und schwach gebundenen Asbestprodukten (z. B. Spritzasbest, mit einem Asbestanteil von mehr als 60 Gew.-%) unterschieden wird. Asbestzementprodukte wurden als Dach- und Fassadenplatten, Fensterbretter oder Blumenkästen, Wasserleitungsrohre und für Zwischenwände (Leichtbauwände) eingesetzt. Spritzasbeste wurden bevorzugt aus Feuerschutzgründen in Klimaanlagen und Schachtsystemen eingesetzt.

Durch Alterungsprozesse und nach jahrelanger Nutzung der Gebäude kommt es zum allmählichen Freisetzen von Fasern. Besonders in Klimaschachtsystemen, die mit Asbest ausgespritzt worden waren, konnten die freigesetzten Fasern mit dem Luftstrom direkt in angrenzende Räume gelangen.


Quelle


Siehe auch