Die Biomasse stellt die Gesamtheit aller organischen Substanzen dar. Dazu zählen: Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und daraus abgeleitet tote Substanzen wie (totes) Holz, Laub, Stroh. Basis für die Bildung von Biomasse ist die Sonnenenergie (s. Photosynthese der Pflanzen). Die Sonnenenergie wird absorbiert und durch Bildung der Biomasse gespeichert.

Die Natur produziert jährlich große Mengen an Biomasse, von der ein kleiner Teil als Nahrung, Futtermittel oder nachwachsender Rohstoff (Nawaro) zur stofflichen Nutzung oder zur Energiebereitstellung (Bioenergie) genutzt wird. Mit fast 71 Prozent leistet Biomasse den größten Beitrag zur Endenergie aus regenerativen Quellen.

Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen Zwecken ist zwischen nachwachsenden Rohstoffen (auch Energiepflanzen genannt) und organischen Reststoffen und Abfällen zu unterscheiden. Nachwachsende Rohstoffe sind

  • schnellwachsende Baumarten und spezielle einjährige Energiepflanzen oder
  • hochertragreiche zucker- und stärkehaltige Ackerfrüchte wie auch Ölfrüchte für den Einsatz im Treibstoffsektor.

Organische Reststoffe und Abfälle fallen bei der Land-, Fisch- und Forstwirtschaft, der Industrie und den Haushalten an. Es zählen dazu: Abfall- und Restholz, Stroh, Gras, Laub, Dung, Gülle, Bioabfall.

Produkte aus organischen Rest- und Abfallstoffen sind insbesondere Biogas, Deponiegas, Klärgas.

Die Biomasse-Verordnung, die festlegt, welche Stoffe als Biomasse für das Erneuerbare-Energien-Gesetz gelten, definiert sie als “Energieträger aus Phyto- und Zoomasse” – also Stoffe pflanzlichen und tierischen Ursprungs – inklusive der “Folge- und Nebenprodukte, Rückstände und Abfälle, deren Energiegehalt aus Phyto- und Zoomasse stammt”. Ferner wird in der Biomasse-Verordnung festgelegt, welche Verfahren zum Einsatz kommen und welche Umweltanforderungen einzuhalten sind.


Quelle: erneuerbare_energien_entwicklung.pdf

Siehe auch


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