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Hinterlüftung

Bildzusammenstellung aus DIN 68800-2

Die Hinterlüftung von Bauteilen der Gebäudehülle (Außenwände und Dächer) dient dem Abtransport von Feuchtigkeit.
Baukonstruktiv ist dabei eine Lüftungsebene zwischen der wetterschützenden Außenschicht (Vorhangfassade oder Dachhaut) und der tragenden Konstruktion vorgesehen. Die dort durchströmende Außenluft kann die Feuchtigkeit abtransportieren.
Für die Wirksamkeit der Hinterlüftung müssen vollumfänglich funktionstüchtige Lüftungsquerschnitte gewährleistet sein.

Belüftung vor feuchtigkeitssperrenden Schichten

Diese Situation findet sich in Dachkonstruktionen, speziell in Flachdächern.
Die Schrift "Flachdächer in Holzbauweise" (Informationsdienst Holz, 2019-01) unterscheidet zweierlei Belüftungsarten.

  • Typ V: Belüftung in Konstruktionsebene, direkt über die Wärmedämmung streichend. Der Dämmstoff ist ungeschützt vor Sekundärtauwasser und Auskühlung. Lediglich bei flachgeneigten Dachkonstruktionen mit hohen Tragkonstruktionen (z. B. Nagelplattenbinder) kommt diese Art noch heute zum Einsatz.
  • Typ IV: Zeitgemäß ist die separate Belüftungsebene einer voll ausgedämmten Flachdachkonstruktion mit winddicht und Feuchte geschützter Dämmebene. Die Belüftung erfolgt hierbei durch eine zusätzliche Konstruktionsebene.


Bemessungsregeln

Nähere Anforderungen werden in folgenden Regelwerken beschrieben.

Siehe auch