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Verarbeitung (AEROSANA VISCONN FIBRE)

Inhaltsverzeichnis

Untergründe

Vor der Anwendung prüfen, ob der Untergrund für den Einsatz der Flüssigfolie geeignet ist. Bei unebenen bzw. strukturierten Untergründen ist ggf. mehrfaches Auftragen erforderlich. Fehlstellen (Ausbrüche im Untergrund) oder starke Unebenheiten ggf. mit AEROSANA FLEECE schließen, vor der Verarbeitung überkleben (z. B. je nach Anforderung mit einem der CONTEGA SOLIDO Klebebänder) oder mit einer Spachtelmasse ausgleichen.

Untergründe sollten gereinigt sein.
Ab +5 °C Untergrund- und Lufttemperatur verarbeitbar. Es dür­fen kei­ne ab­wei­sen­den Stof­fe auf den zu beschichtenden Ma­te­ria­li­en vor­han­den sein (z. B. Fet­te oder Si­li­ko­ne). Un­ter­grün­de müs­sen aus­rei­chend tro­cken und trag­fä­hig sein. Die Verarbeitung auf feuchten, jedoch nicht nassen Untergründen ist möglich.

Die Flüssigfolie haftet auf allen bauüblichen Materialien wie z. B. mineralische Untergründe, wie Beton und Mauerwerk (z. B. Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton, Bims). Beton- oder Putzuntergründe dürfen geringfügig absanden. Weiterhin auf allen pro clima Bahnen, sowie Bahnen aus PE, PA, PP und Aluminium, auf gehobeltem und lackiertem Holz, Holzwerkstoffplatten (Span-, OSB- und BFU-, MDF- und Holz­fa­serun­ter­deck­plat­ten), nicht rostende Metalluntergründe und harten Kunststoffen (z. B. Rohre, Fenster).

Bewegungsfugen können auf Grund der zu erwartenden Bewegungen nicht abgedichtet werden. Übergänge z. B. Boden-Wand-Anschluss sind in dem abzudichtenden Bereich in Ihrer gesamten Abwicklung mit der erforderlichen Mindestschichtdicke (500 μm Nassauftrag) zu beschichten. Stoßfugen wie Kehlbereiche von Holzfaserunterdeckplatten zusammen mit AEROSANA FLEECE ausführen. Sollen Folien (z. B. pro clima INTELLO) luftdicht angeschlossen werden, sind diese durch ein geeignetes Klebeband (z. B. TESCON VANA oder CONTEGA SOLIDO SL) zu fixieren. Der Übergang muss spannungsfrei sein.

Angrenzende Materialien/Flächen schützen

Die Umgebung der Beschichtungsflächen, insbesondere sichtbare Flächen wie Holz, Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, Lack und Metall schützen. Spritzer sofort mit viel Wasser abspülen. Nicht bis zum Erhärten warten. Werkzeuge sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen. Waschwasser sammeln und gemäß den behördlichen Vorschriften entsorgen.

Rahmenbedingungen

Öffnungen im Untergrund, wie z. B. Risse, dürfen max. 20 mm breit sein. Risse bis max. 8 mm Breite können einfach überstrichen werden.
Für 8 - 20 mm breite Risse AEROSANA VISCONN FIBRE tief in die Fuge einbringen. Die Fuge muss dazu mind. die halbe Fugenbreite tief mit der Streichdichtung verfüllt werden.
Bei größeren Fugen- oder Rissbreiten AEROSANA FLEECE oder ein Klebeband (z. B. TESCON VANA) verwenden.
Alternativ kann die Öffnung mit einem geeigneten Putz oder Mörtel verschlossen werden.

Während des Trocknens wechselt AEROSANA VISCONN FIBRE die Farbe von blau zu schwarz. AEROSANA VISCONN FIBRE white hat keinen Farbumschlag.
Während der Trocknung ist der Film vor Feuchtigkeit (z. B. Regen) zu schützen.

Schutzausrüstung

Wird das Material an schlecht belüfteten Orten gesprüht, persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Mundschutz, Schutzbrille und Handschuhen tragen.

Verarbeiten mit Pinsel

Alle AEROSANA VISCONN Produkte lassen sich mit dem Pinsel auftragen. Für ein effizientes Arbeiten sollte die Pinselbreite ≥50 mm sein. Die Mindestschichtdicke von 500 μm mit einer Messschablone überprüfen.

Lagerung

Nach längerer Lagerzeit kann Wasser (~5%) eingerührt werden um wieder eine spritzfähige Konsistenz herzustellen. Zu dünnflüssiges Einstellen ist zu vermeiden (Gefahr von stärkerem Fließen und verminderte Rissüberbrückung). Der luftdichte Verschluss des Gebindes und das zusätzliche Abdecken des Materials mit einer dünnen Folie vermindern das Austrocknen.

Arbeitsschritte

1. Material aufrühren
  • Das Produkt vor dem Verarbeiten gründlich aufrühren.
2. Untergrund reinigen
  • Untergrund z. B. mit einer Bürste oder einem Besen von losen Bestandteilen und grobem Schmutz reinigen.
3. Rissbreite bestimmen
  • AEROSANA VISCONN FIBRE überbrückt Risse bis 20 mm Breite.
4. Risse bis 8 mm überstreichen
  • Risse bis max. 8 mm Breite können einfach überstrichen werden.
  • Dazu den Pinsel flach über den Riss führen, damit die Fuge satt ausgefüllt wird.
5. Risse bis 20 mm verfüllen
  • Für 8 - 20 mm breite Risse AEROSANA VISCONN FIBRE tief in die Fuge einbringen.
  • Die Fuge muss dazu mind. die halbe Fugenbreite tief mit der Streichdichtung verfüllt werden.
6. Löcher schließen
  • Löcher bis max. 70 mm Durchmesser an der breitesten Stelle können mit AEROSANA FLEECE und AEROSANA VISCONN FIBRE geschlossen werden.
7. Untergrund einstreichen
  • Um das Loch AEROSANA VISCONN FIBRE mind. 1 mm dick auftragen.
8. Vlies einlegen
  • AEROSANA FLEECE zuschneiden und in die flüssige Streichdichtung einbetten.
  • Hohlstellen vermeiden.
  • Das Überbrückungsvlies muss rund um das Loch mind. 40 mm breit auf dem Mauerwerk aufliegen.
9. Vlies überstreichen
  • Überbrückungsvlies vollflächig mit AEROSANA VISCONN FIBRE überstreichen.

10. Alternativ: Übersprühen

11. Anschluss an Durchdringungen
  • Beim Anschluss an Durchdringungen Untergrund z. B. mit einer Bürste oder einem Besen von losen Bestandteilen und grobem Schmutz reinigen.
12. Vliesstreifenlänge festlegen
  • Ermitteln der Streifenlänge von AEROSANA FLEECE: Das Überbrückungsvlies muss jeweils mind. 40 mm auf dem Mauerwerk und dem anzuschließenden Rohr aufliegen.
13. Vliesstücke zuschneiden
  • AEROSANA FLEECE Streifen so abschneiden, dass dessen Breite etwas mehr als den halben Rohrdurchmesser beträgt.
  • So lässt sich dieser gut an das Rohr anarbeiten.
14. Untergrund einstreichen
  • Um das Loch und auf dem Rohr AEROSANA VISCONN FIBRE mind. 1 mm dick auftragen.
15. Erste Vlieslage einlegen
  • Vliese in das flüssige AEROSANA VISCONN FIBRE einbetten.
  • Dabei besonders auf die spannungsfreie Ausbildung der Kehle achten.
16. Vlies überstreichen
  • Anschließend AEROSANA VISCONN FIBRE auf die Vliesstreifen, das Mauerwerk und das Rohr auftragen.
17. Zweite Vlieslage einlegen
  • Weitere Vliesstreifen so auftragen, dass die Fuge komplett verschlossen wird.
  • Hohlliegen (Kehle) vermeiden.
18. Vlies überstreichen
  • Zum Abschluss den Anschluss satt mit AEROSANA VISCONN FIBRE überstreichen.

19. Alternativ: Übersprühen

  • AEROSANA VISCONN FIBRE kann im feuchten oder trockenen Zustand mit AEROSANA VISCONN übersprüht werden.
  • Klebebänder oder Putze dürfen erst nach dem vollständigen Trocknen aufgetragen werden.
20. Verwinkelte Details
  • Mit AEROSANA VISCONN FIBRE kann die Luftdichtheit geometrisch anspruchsvoller Anschlüsse (z. B. in der Sanierung) einfach und sicher hergestellt werden.
21. Untergrund einstreichen
  • Zu dichtende Untergründe mind. 1 mm dick mit AEROSANA VISCONN FIBRE einstreichen.
  • Bei Materialwechseln oder im Bereich von Ecken muss die Streichdichtung mind. 40 mm auf die angrenzenden Oberflächen aufgetragen werden.
22. Erste Vlieslage einlegen
  • Stücke von AEROSANA FLEECE zuschneiden und in das feuchte AEROSANA VISCONN FIBRE einlegen.
23. Vlies überstreichen
  • Im Bereich von Überlappungen AEROSANA FLEECE mit dem Streichdichtstoff einstreichen, um diese miteinander zu verkleben.
  • Nachdem alle Vliesstücke verarbeitet wurden, den Anschluss vollständig mit AEROSANA VISCONN FIBRE einstreichen.
24. Schutz vor Feuchte
  • Die Trocknungszeit des hergestellten Anschlusses beträgt in Abhängigkeit der Saugfähigkeit der Untergründe und den Klimabedingungen ca. 4 – 24 Stunden.
  • Während dieser Zeit muss der Anschluss vor Feuchtigkeit geschützt werden.
25. Farbwechsel nach Trocknung
  • Während der Trocknung erfolgt ein Farbwechsel zu schwarz.
  • Sollten nach der Verarbeitung Fehlstellen auffallen, können diese nachträglich mit AEROSANA VISCONN FIBRE geschlossen werden.


TECHNIK-HOTLINE

Bei abweichenden Rand- bedingungen kontaktieren Sie bitte:
Tel: +49 (0) 62 02 - 27 82.45
eMail: technik@proclima.de


Weitere Hinweise

Die dar­ge­stell­ten Sach­ver­hal­te be­zie­hen sich auf den Stand der ak­tu­el­len For­schung und der prak­ti­schen Er­fah­rung. Wir be­hal­ten uns Ände­run­gen der emp­foh­le­nen Kon­struk­tio­nen und der Ver­ar­bei­tung so­wie die Wei­ter­entwick­lung und die da­mit ver­bun­de­ne Qua­litätsände­rung der ein­zel­nen Pro­duk­te vor. Wir in­for­mie­ren Sie gern über den ak­tu­el­len tech­ni­schen Kennt­nis­stand zum Zeit­punkt der Ver­le­gung.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen über die Ver­ar­bei­tung und Kon­struk­ti­ons­de­tails ent­hal­ten die pro cli­ma Pla­nungs­un­ter­la­gen. Bit­te be­ach­ten Sie auch die Emp­feh­lun­gen zur Ver­kle­bung in der ak­tu­ell gülti­gen pro clima Anwendungsmatrix.