Erneuerbare Energien

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Unter erneuerbaren Energien (auch regenerative Energien) versteht man jene Form der Energiequellen, die nicht auf fossile Energieträger basiert. Sie nutzen die in der Umwelt vorhandene und sich durch natürliche Vorgänge erneuernde Energieformen und stehen somit nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung. Dazu zählen:

Die wichtigste Stromquelle für Deutschland

Bruttostromverbrauch 2025
Quelle: BMWE - (C) UBA (AGEE-Stat) 02/2026

Erneuerbare Energien sind mittlerweile die wichtigste Stromquelle für Deutschland.
Sie sind von zentraler Bedeutung für Klimaschutz und Versorgungssicherheit.

Die Stromversorgung in Deutschland wird Jahr für Jahr sauberer und klimafreundlicher. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch wächst beständig: von rund sechs Prozent im Jahr 2000 auf mehr als 55 Prozent im Jahr 2025. Das zeigen die aktualisierten Daten (PDF) der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) beim Umweltbundesamt.

Seit dem Jahr 2023 wird stabil mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt – im Wesentlichen durch Wind- und Sonnenenergie. Dabei sorgt ein stärkerer Zubau an Photovoltaik- und Windenergieanlagen sorgt für einen kräftigen Anstieg an grünem Strom.

Gleichzeitig ist die Versorgungssicherheit weiterhin sehr hoch – wichtig für Haushalte und Unternehmen. Wie zuverlässig die Stromversorgung ist, zeigen regelmäßig die Daten der Bundesnetzagentur.

Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. (BMWE 2025: Nach der Vollendung des Kohleausstiegs soll die Stromversorgung treibhausgasneutral sein. So sieht es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor, das so zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens beiträgt.)

Auch bei der Wärmeversorgung spielen erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle, insbesondere dank der ständig steigenden Nutzung von Wärmepumpen. Im Jahr 2025 betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte etwa 19,0 Prozent und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Im Verkehr tragen Biokraftstoffe und Elektromobilität zunehmend zur Dekarbonisierung bei, auch wenn im Verkehr der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch mit lediglich 8,0 Prozent am geringsten ist.

Mehr Solarstrom im Jahr 2025: Erneuerbare Energien decken bereits 55,1 Prozent des Stromverbrauchs

Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Quelle: AGEE-Stat
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien - Anteile
Quelle: AGEE-Stat

Mit rund 290,2 Terawattstunden (TWh) wurde im Jahr 2025 erneut etwas mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als im Vorjahr. Ein starker Zuwachs bei der Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen glich dabei witterungsbedingte Rückgänge bei Windenergie und Wasserkraft aus.

Während die erneuerbare Strommenge leicht anstieg (plus 1 Prozent), war der Stromverbrauch leicht rückläufig. Die fossile Stromerzeugung wuchs minimal, während gleichzeitig Stromimporte zurückgingen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch 2025 lag bei 55,1 Prozent und somit knapp über dem Vorjahreswert von 54,4 Prozent.

Wind- und Solarenergie stellten auch 2025 den mit Abstand größten Teil der erneuerbaren Stromerzeugung. Gemeinsam entfielen auf beide Technologien mehr als drei Viertel (78 Prozent) des erneuerbaren Stroms. Die übrigen etwa 22 Prozent wurden durch Biomasse, Wasserkraft und Geothermie bereitgestellt.

Insgesamt wurden durch Windenergie rund 133,7 TWh Strom erzeugt. Die Windenergie bleibt damit weiterhin der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix. Die Erzeugung aus Windkraft ging allerdings auf Grund ungünstiger Witterung bereits im zweiten Jahr in Folge zurück (minus 4 Prozent).

Dem gegenüber stieg durch den anhaltenden Zubau neuer PV-Anlagen und aufgrund des sonnigen Wetters die Solarstromerzeugung im Jahr 2025 um deutliche 21 Prozent an. Mit 91,6 TWh ist die Photovoltaik nun vor Erdgas und Braunkohle der zweitwichtigste Energieträger zur Stromerzeugung.

Aufgrund eines außergewöhnlich trockenen Jahres lag die Stromerzeugung aus Wasserkraft hingegen erheblich unter dem Vorjahreswert. Die Stromerzeugung aus Biomasse und biogenem Abfall blieb ebenfalls leicht unter dem Vorjahresniveau.

Photovoltaik

Die Stromerzeugung aus PV-Anlagen stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf nunmehr 91,6 TWh an (2024: 75,9 TWh). Dieser Wert enthält neben der ins Netz eingespeisten Strommenge auch lokal selbst erzeugten und verbrauchten Strom. Das insgesamt starke Wachstum wurde im Zusammenspiel von günstiger Witterung und vielen neuen PV-Anlagen erreicht.
Ende des Jahres 2025 waren in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Bruttoleistung von insgesamt fast 120.000 MW installiert. Damit wuchs die Gesamtleistung des PV-Anlagenparks im letzten Jahr um etwa 17.600 MW oder 17 Prozent. Der Rekordzubau des Vorjahres konnte damit nicht ganz erreicht werden. Insgesamt hat sich die installierte Leistung in den letzten vier Jahren aber nahezu verdoppelt. Nach ersten Angaben der Bundesnetzagentur wurden vom Gesamtzubau 2025 46 Prozent (ca. 8.100 MW) als Gebäudesolaranlagen (auf Dächern oder als Fassadenanlagen) installiert. Freiflächenanlagen machten gut 47 Prozent des Zubaus aus (ca. 8.300 MW).
Nachdem in den Vorjahren die Gebäudeanlagen dominierten, ist damit im Jahr 2025 eine etwa hälftige Aufteilung zu verzeichnen.
Zusätzlich wird von einer Installation von weiteren etwa 1,3 Mio. sogenannten Balkonsolaranlagen im Jahr 2025 ausgegangen. Wegen ihrer vergleichsweise geringen Größe entspricht diese hohe Anlagenzahl allerdings nur einem Leistungszubau von etwa 1.250 MW beziehungsweise etwa 7 Prozent der neu hinzugebauten Leistung. Nach Schätzungen der AGEE-Stat sind derzeit etwa 4,2 Mio. Balkonsolaranlagen mit einer Leistung von etwa 3.700 MW installiert. Dies entspricht etwa 3% der gesamten installierten PV-Leistung.
Um die Klimaschutzziele der Bundesrepublik zu erreichen, wurde im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) ein PV-Ausbauziel von 215 GW im Jahr 2030 formuliert und mit einem gesetzlichen Ausbaupfad hinterlegt. Das für das Jahr 2026 festgelegte Zwischenziel von 128 GW ist aktuell in Reichweite. In den Folgejahren bis 2030 bleibt allerdings ein weiterer Zubau von jährlich etwa 20 GW notwendig.
Mehr siehe Photovoltaik

Windenergie

Die Windenergie war auch im Jahr 2025 der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix. Durch Windenergieanlagen an Land und auf See wurde eine Strommenge von 133,7 TWh erzeugt. Dies entspricht einem Rückgang von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr (139,8 TWh). Dieser Rückgang kann auf vergleichsweise ungünstige Windverhältnisse zurückgeführt werden, die durch den wieder anziehenden Zubau neuer Anlagenleistung nicht ausgeglichen werden konnten. So wurden im Jahr 2025 deutlich niedrigere mittlere Windgeschwindigkeiten als im Vorjahr registriert. In der Folge kam es nach dem sehr windstarken Jahr 2023 nun zum zweiten Mal in Folge zu einem Rückgang der Windstromerzeugung. Dabei ging die Erzeugung an Land um sechs Prozent auf 107,2 TWh zurück. Auf See stieg die erzeugte Strommenge dagegen mit einem Plus von 2 Prozent auf 26,5 TWh leicht an.
Mehr siehe Windenergie

Biomasse, Wasserkraft und Geothermie

Während sich die Energiewende im Stromsektor auf Photovoltaik und Windenergie konzentrierte, blieb die Stromerzeugung aus Biomasse, Wasserkraft und Geothermie in den vergangenen zehn Jahren nahezu konstant. Lag ihr Anteil an der insgesamt erzeugten erneuerbaren Strommenge im Jahr 2010 noch bei über 50 Prozent, so liegt dieser Wert aktuell nur noch bei 22 Prozent. Trotz des sinkenden Anteils kommt insbesondere der Biomasse als witterungsunabhängigem und bedarfsgerecht einsetzbarem Energieträger weiterhin eine wichtige Rolle zu.
Mehr siehe: Biomasse, Wasserkraft, Geothermie

Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien legt deutlich zu

Entwicklung des Endenergieverbrauchs für Wärme aus erneuerbaren Energien
Quelle: AGEE-Stat
Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien - Anteile
Quelle: AGEE-Stat

Nach derzeit vorliegenden Daten stieg die im Wärmesektor genutzte erneuerbare Energiemenge im Jahr 2025 deutlich an. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte nahm jedoch nur leicht zu, weil gleichzeitig auch der Einsatz fossiler Energieträger zur Wärmebereitstellung zulegte. Mit 19,0 Prozent liegt der Wert 0,8 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (18,2 Prozent).
Zurückzuführen ist diese Entwicklung insbesondere auf die kühlere Witterung, die mit einem deutlich gestiegenen Heizwärmebedarf insgesamt einher ging. In der Folge stieg der Einsatz erneuerbarer Energieträger substantiell an. Er lag im Jahr 2025 mit 209,8 TWh um sechs Prozent höher als im Vorjahr.
Der höhere Heizwärmebedarf wirkte sich insbesondere auf die stärkere Nutzung der Biomasse aus: Holzeinsatz, gasförmige und flüssige Biobrennstoffe sowie biogener Abfall erzeugten im Jahr 2025 etwa fünf Prozent mehr erneuerbare Wärme als im Vorjahr. Noch deutlicher war das Wachstum mit plus 17 Prozent bei der Energiebereitstellung aus Geothermie und Umweltwärme – vornehmlich durch den Einsatz von elektrischen Wärmepumpen. Auch die Wärmenutzung aus Solarthermieanlagen stieg wegen der sehr sonnigen Witterung um etwa fünf Prozent an.

Biomasse

Mit einem Anteil von knapp 84 Prozent blieb die Biomasse (inklusive des biogenen Anteils des Abfalls) mit Abstand die wichtigste erneuerbare Wärmequelle. Die gesamte aus Biomasse bereitgestellte Wärmemenge stieg von 166,8 TWh im Jahr 2024 auf 175,3 TWh im Jahr 2025. Mit über drei Vierteln stellte die feste Biomasse – überwiegend Brennholz und andere energetisch genutzte Holzsortimente – den größten Anteil an der Wärme aus Biomasse bereit (136,2 TWh). Danach folgte die Wärmebereitstellung aus Biogas und Biomethan (19,9 TWh) und biogenem Abfall (14,4 TWh).
Mehr siehe: Biomasse

Geothermie und Umweltwärme

DDer Markt für Wärmepumpen hat sich laut dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) im Jahr 2025 deutlich erholt. Erstmals waren knapp die Hälfte aller von den Herstellern gelieferten Wärmeerzeuger in Deutschland Wärmepumpen. Mit rund 299.000 verkauften Heizungswärmepumpen wurden 55 Prozent mehr Anlagen abgesetzt als im Vorjahr. Der Absatz von Brauchwasserwärmepumpen stieg um 20 Prozent auf insgesamt 49.500 Stück. Aufgrund der Neuinstallationen hat sich der Gesamtbestand von Wärmepumpen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 Prozent erhöht. Insgesamt lag die Zahl der installierten Wärmepumpen zur Nutzung von Umweltwärme und oberflächennaher Geothermie am Ende des Jahres 2025 damit bei etwa 2,2 Millionen Anlagen. Die zunehmende Verbreitung spiegelt sich auch in einem Anstieg der Wärmenutzung wider: Zusammen mit den tiefengeothermischen Anlagen wurden so im Jahr 2025 insgesamt 25,4 TWh Wärme gewonnen. Dies sind rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr (21,7 TWh). Geothermie und Umweltwärme machen inzwischen etwa 12 Prozent der erneuerbaren Wärme aus.
Mehr siehe: Geothermie

Solarthermie

Bei der Solarthermie setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen beiden Jahre fort. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW) lag die 2025 neu installierte Kollektorfläche mit insgesamt etwa 151.500 Quadratmetern nochmals unter dem Niveau der bereits zubauschwachen Vorjahre. Erstmalig wurde dabei mehr Fläche an effizienteren Vakuumröhrenkollektoren (89.000 Quadratmetern) im Vergleich zu Flachkollektoren (62.500 Quadratmetern) zugebaut. Unter Berücksichtigung des Rückbaus von Altanlagen, die an das Ende ihrer Lebensdauer gekommen sind, sank damit die insgesamt installierte Kollektorfläche von 22,2 auf 21,8 Millionen Quadratmeter.
Die im Jahr 2025 überdurchschnittlich hohe Globalstrahlung beeinflusste neben der Stromproduktion aus Photovoltaik auch die solarthermische Wärmeerzeugung (siehe Abbildung 14). Sie lag deshalb trotz des abnehmenden Anlagenbestands mit 9,2 TWh etwa 5 Prozent über dem Wert des Vorjahres (8,8 TWh).
Mehr siehe: Solarthermie

Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor erhöht sich leicht

Entwicklung des Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien im Verkehrssektor
Quelle: AGEE-Stat
Endenergieverbrauch aus erneuerbaren Energien im Verkehrssektor - Anteile
Quelle: AGEE-Stat

Auch im Jahr 2025 bleibt der Verkehrssektor der Bereich mit der geringsten Verwendung erneuerbarer Energien. So stieg der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch im Verkehr von 7,4 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 8,0 Prozent. Insgesamt erhöhte sich der Endenergieverbrauch aus erneuerbaren Energieträgern im Verkehr um ca. 10 Prozent (auf 47,7 TWh), während gleichzeitig auch der gesamte Endenergieverbrauch im Verkehr um rund 2 Prozent auf 599 TWh wuchs.
Positiv entwickelt sich im Bereich des Verkehrs weiterhin der Einsatz erneuerbaren Stroms. So wurde im Jahr 2025 12 Prozent mehr erneuerbarer Strom im Verkehr verwendet als im Vorjahr. Der Einsatz von Biokraftstoffen stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um etwa 9 Prozent.

Biokraftstoffe

Basierend auf einer Hochrechnung bereits vorliegender vorläufiger Monatsdaten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lag der Gesamtabsatz von Biokraftstoffen im Jahr 2025 mit etwa 37,4 TWh deutlich über dem Niveau des Jahres 2024 (34,2 TWh). Der Absatz von Biodiesel und hydriertem Pflanzenöl (HVO) ist insbesondere aufgrund der Regelungen der 38. BImSchV, die zu einem sehr geringen Absatz im Jahr 2024 geführt hatten, im Jahr 2025 wieder deutlich angestiegen, ohne jedoch das Niveau von 2023 zu erreichen. Mit rund 24,0 TWh wurden etwa 11 Prozent mehr Biodiesel und HVO abgesetzt als im Vorjahr. Der Absatz von Bioethanol wuchs im Vergleich zu 2024 um etwa 4 Prozent auf etwa 9,5 TWh. Der Einsatz von Biomethan als Kraftstoff (CNG+LNG) lag insbesondere wegen des nochmals erhöhten biogenen Anteils beim LNG gegenüber dem Vorjahr mit 3,9 TWh etwa 13 Prozent über dem Vorjahreswert. Pflanzenöl wurde im Verkehrsbereich im Jahr 2025, wie bereits im Vorjahr, nicht oder nur in sehr geringen Mengen eingesetzt.
mehr siehe: Biokraftstoffe

Erneuerbarer Strom im Verkehrssektor

Neben den Biokraftstoffen trägt besonders der Stromverbrauch im Verkehrssektor in Verbindung mit dem wachsenden Anteil grünen Stroms im deutschen Strommix zur Energiewende im Verkehrssektor bei.
Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden im Jahr 2025 insgesamt 856.589 (2024: 572.672) Neuwagen mit elektrischem Antrieb (batterieelektrisch, Plug-in-Hybrid, Brennstoffzelle) zugelassen. Dies waren 30,0 Prozent (Vorjahr: 20,3 Prozent) aller in Deutschland neu zugelassenen Pkw. Insgesamt 19,1 Prozent (2024: 13,5 Prozent) aller neu zugelassenen PKW wurden rein batterieelektrisch angetrieben (545.142).
Der Gesamtstromverbrauch im Straßenverkehr hat sich gegenüber dem Vorjahr um etwa 23 Prozent erhöht, liegt jedoch mit etwa 7,7 TWh noch unter dem Verbrauch von Strom im Schienenverkehr (11,5 TWh). Straßen- und Schienenverkehr sind zusammen für knapp 4 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs verantwortlich.
Ein höherer Stromverbrauch bei gleichzeitig mehr grünem Strom im Strommix lässt auch den rechnerisch ermittelten Verbrauch an erneuerbarem Strom im Verkehr weiter steigen: Im Jahr 2025 wurden etwa 10,3 TWh an erneuerbarem Strom im Verkehr genutzt. Dies sind etwa 12 Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 9,2 TWh).
Insgesamt trägt der Verbrauch von Strom aus erneuerbaren Quellen zu etwa 22 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent) zum Endenergieverbrauch erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bei. Darüber hinaus sorgt die höhere Effizienz von Elektromotoren auch dafür, dass pro eingesetzter Energiemenge eine höhere Verkehrsleistung (beispielsweise in Form von Personenkilometern) im Vergleich zu Verbrennermotoren erreicht wird.

Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch

Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch
Quelle: AGEE-Stat
Vermiedene Treibhausgas-Emissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energien, 2025
Quelle: UBA (AGEE-Stat)
Wirtschaftliche Effekte erneuerbarer Energien, 2025
Quelle: ZSW (AGEE-Stat)

Mit den europäischen Richtlinien für erneuerbare Energien (2009/28/EC, 2018/2001/EC und 2023/2413/EC) wurden verbindliche Ziele vereinbart: Sollte zunächst bis 2020 EU-weit ein Anteil von 20 Prozent erneuerbare Energien am Brutto-Endenergieverbrauch erreicht werden, wurde im Zuge des klima- und energiepolitischen „Fit for 55 – Pakets“ der Zielwert für 2030 mit 42,5 bis 45 Prozent deutlich angehoben.
In diesem Rahmen hat sich Deutschland mit dem 2024 aktualisierten integrierten Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) zu einem Zielbeitrag von 41 Prozent erneuerbare Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis zum Jahr 2030 verpflichtet. Der Weg zur Zielerreichung wird gemäß Governance-Verordnung (2018/1999) durch einen indikativen Zielpfad bewertet, der für 2025 einen Anteil von 27,9 Prozent und für 2027 einen Anteil von 33,0 Prozent vorsieht.
Nach Auswertung der derzeit verfügbaren vorläufigen Daten stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch im Jahr 2025 auf etwa 23,8 Prozent. Der Anstieg von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf den Stromsektor zurückzuführen. Die verhaltene Dynamik im Wärme- und Verkehrssektor bremste dabei die positive Entwicklung. Um auf den oben angegebenen Zielpfad einzuschwenken, muss sich das Tempo des Umstiegs auf erneuerbare Energien daher signifikant erhöhen.
Die Berechnungsgrundlage des Anteils unterliegt den jeweils gültigen Berechnungsvorschriften der Erneuerbaren-Energien-Richtlinien, die beispielsweise eine Normalisierung von Wind- und Wasserkrafterzeugung, spezifische Vorgaben im Bereich der Bioenergie sowie Multiplikatoren im Verkehrssektor vorsehen. Hierdurch unterscheiden sich die nach EU-Richtlinie berechneten sektoralen Anteilswerte von den nach nationaler Methodik berechneten Anteilen im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor.

Der Ausbau erneuerbarer Energien trägt wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele bei. Indem fossile Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzt werden, sinken die energiebedingten Treibhausgasemissionen aus Kohle, Gas und Öl.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 durch den Einsatz erneuerbarer Energien rund 265 Mio. t CO2-Äquivalente vermieden. Im Vergleich zum Vorjahr (261 Mio. t) basiert die Steigerung erstmals vorrangig auf der Emissionsvermeidung in den Sektoren Wärme und Verkehr. Den weiterhin größten Anteil an der Emissionsvermeidung hatte mit 101 Mio. t CO2-Äquivalenten die Stromerzeugung aus Windkraft. Insgesamt entfielen auf den stark dominierenden Stromsektor rund 207 Mio. t CO2-Äquivalente. Im Wärmesektor wurden 43 Mio. t CO2-Äquivalente und im Verkehr durch Biokraftstoffe und den Einsatz von Strom im Straßenverkehr etwa 15 Mio. t CO2-Äquivalente vermieden.

Die Berechnungen zur Emissionsvermeidung durch die Nutzung erneuerbarer Energien basieren auf einer ganzheitlichen Betrachtung. Dabei werden die durch die Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien verursachten Emissionen mit denen verrechnet, die durch die Substitution fossiler Energieträger vermieden werden. Vorgelagerte Prozessketten zur Gewinnung und Bereitstellung der Energieträger sowie für die Herstellung und den Betrieb der Anlagen (jedoch ohne Anlagenrückbau) werden dabei berücksichtigt.
Die Publikation „Emissionsbilanz Erneuerbarer Energieträger“ ist auf den Seiten des Umweltbundesamtes verfügbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/emissionsbilanz-erneuerbarer-energietrager-2024


Im Jahr 2025 führte der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien nach vorläufigen Berechnungen zu einem Anstieg der Investitionen in Erneuerbare-Energie-Anlagen um 11 Prozent bzw. 3,8 Mrd. auf 37,6 Mrd. Euro (2024: 33,8 Mrd. Euro).
Dieses Wachstum im Vergleich zum Vorjahr beruht überwiegend auf den stark gestiegenen Investitionen in Windenergieanlagen an Land sowie in Wärmepumpen. Erstere übertrafen ihre bisherige Bestmarke von 7,4 Mrd. Euro aus dem Jahr 2017 um rund 1,4 Mrd. Euro. Die Investitionen in Wärmepumpen legten 2025 nach dem starken Einbruch im Vorjahr wieder deutlich zu und lagen mit 8,6 Mrd. Euro nur 200 Mio. Euro unter dem Rekordergebnis von 2023. Auch in Biomasseheizkessel wurde wieder mehr investiert als im Vorjahr, wohingegen Photovoltaik, Windenergie auf See, Solarthermie, Biomasseanlagen zur Stromerzeugung sowie Wasserkraftanlagen rückläufige Investitionen verzeichneten.
Von den Gesamtinvestitionen des Jahres 2025 entfielen 40 Prozent auf Photovoltaik (2024: 50 Prozent), 30 Prozent auf Windenergieanlagen an Land und auf See (2024: 27 Prozent), 23 Prozent auf Geothermie und Umweltwärme (2024: 16 Prozent) und 6 Prozent auf Biomasseanlagen zur Nutzung von Wärme (2024: 5 Prozent).
Die wirtschaftlichen Impulse aus dem Betrieb der Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien (inklusive Umsätze aus dem Absatz von Biokraftstoffen) übertrafen den Vorjahreswert nur leicht: Sie nahmen von 22,6 Mrd. Euro 2025 auf 22,9 Mrd. Euro zu.

Grafiken und Tabellen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland

Stand: Februar 2026

Gemittelte Jahrestemperatur in Deutschland (1990–2025)
Quelle: DWD (AGEE-Stat)
Gemittelte Niederschlagsmenge in Deutschland (1990–2025)
Quelle: DWD (AGEE-Stat)
Gemittelte Globalstrahlung in Deutschland (1990–2025)
Quelle: DWD (AGEE-Stat)
Gemittelte Windgeschwindigkeit in 100 Meter Höhe in Deutschland und Norddeutschland (1990–2025)
Quelle: DWD (AGEE-Stat)
Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Erneuerbare Energien 2024 Erneuerbare Energien 2025
Bruttostromer-zeugung in GWh Anteil am Brutto-stromverbrauch⁴ in % Bruttostromer-zeugung in GWh Anteil am Brutto-stromverbrauch⁴ in %
Wasserkraft¹ 22.481 4,2 16.897 3,2
Windenergie an Land 113,749 21,5 107.225 20,4
Windenergie auf See 26.064 4,9 26.458 5,0
Photovoltaik 75.878 14,3 91.591 17,4
biogene Festbrennstoffe² 10.259 1,9 10.126 1,9
biogene flüssige Brennstoffe 101 0,02 82 0,02
Biogas 29.268 5,5 27.785 5,3
Biomethan 2.796 0,5 2.713 0,5
Klärgas 1.531 0,3 1.533 0,3
Deponiegas 198 0,04 158 0,03
biogener Anteil des Abfalls³ 5.544 1,0 5.357 1,0
Geothermie 215 0,04 225 0,04
Summe 288.084 54,4 290.150 55,1
¹ bei Pumpspeicherkraftwerken nur Stromerzeugung aus natürlichem Zufluss
² inklusive Klärschlamm
³ biogener Anteil des Abfalls in Abfallverbrennungsanlagen mit 50 Prozent angesetzt
⁴ bezogen auf den Bruttostromverbrauch, 2024: 529,4 TWh, 2025: 526,9 TWh, fossile Bruttostromerzeugung nach AGEB, vorläufige Schätzung

Einzelnachweise


weitere Quellen
Hinweis

Die hier veröffentlichten Daten sind vorläufig und können sich im Laufe des Jahres noch etwas ändern. Differenzen zwischen den Werten in den Tabellen und den entsprechenden Spalten- bzw. Zeilensummen ergeben sich durch Rundungen.

Quelle


Verordnungen - Gesetze



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