Untergründe

Vor dem Verkleben sollten Untergründe mit einem Besen abgefegt, mit einem Lappen abgewischt oder mit Druckluft gereinigt werden.
Auf überfrorenen Untergründen ist die Verklebung nicht möglich. Es dürfen keine abweisenden Stoffe auf den zu verklebenden Materialien vorhanden sein (z. B. Fette oder Silikone). Untergründe müssen ausreichend trocken und tragfähig sein.

Die dauerhafte Verklebung wird auf harten Holzwerkstoffplatten (Span-, OSB-, BFU-, MDF- und Holzfaserunterdeckplatten) erreicht.
Bei der Verklebung von Holzfaserunterdeckplatten ist die Vorbehandlung mit TESCON PRIMER erforderlich.
Anschlüsse können an glatte, mineralische Untergründe nach Primer-Vorbehandlung hergestellt werden.

Beste Ergebnisse für die Sicherheit der Konstruktion werden auf qualitativ hochwertigen Untergründen erreicht.*)
Die Eignung des Untergrundes ist eigenverantwortlich zu prüfen, ggf. sind Testverklebungen empfehlenswert.
Bei nicht tragfähigen Untergründen ist eine Vorbehandlung mit TESCON PRIMER zu empfehlen.

*) Ein Qualitätsmerkmal hinsichtlich der Eignung einer Oberfläche ist die Oberflächenspannung. Bei hochwertigen Dampfbrems- und Luftdichtungsebenen oder Unterdeck-/Unterspannbahnen liegt diese oberhalb von 40 dyn.

Arbeitsschritte

1. Am Blendrahmen verkleben
  • Band abmessen (Öffnungsbreite + 2x 20 cm) und abschneiden.
  • Schmale Trennfolie nach und nach ablösen und Band Zug um Zug am Blendrahmen im Fensterbankfalz verkleben.
2. In der Leibung hochfalten
  • Band in den Ecken ca. 20 cm hoch in die Leibung falten und ebenfalls auf Blendrahmen ankleben.
3. In der Leibung verkleben
  • Mittlere Trennfolie Stück für Stück ablösen und Band Zug um Zug in der Leibung verkleben.
  • Dabei das Band exakt in die Ecken führen.
  • Anschließend überall fest anreiben.
4. Senkrechte Überstände abschneiden
  • Überstehendes Band an den senkrechten Leibungen vorderkantenbündig mit der Holzfaserdämmplatte abschneiden.
  • Hinweis: Bei nachfolgend auf dieser aufsteigenden Flanke vorgesehenen Putzschichten ist eine Putzarmierung erforderlich.
5. Waagerechten Überstand abscheiden
  • Waagerechten Überstand vom Band mit Hilfe einer Zulage bis auf 15 mm zurück schneiden, damit das Band später über den Putz greift.
6. Fensterbank montieren
  • Fertige Unterfensterbank aus EXTOSEAL ENCORS.
  • Folgegewerk Putz klebt die Anputzleiste an das überstehende Stück Band.
  • Endgültiger Schutz der Leibung durch Einbau einer Fensterbank.

geprüft vom ift Rosenheim

Luftdichter Anschluss von Fenstern auf Konsolen an Betonbauteile

1. Allgemeines
  • Herstellen des luftdichten wasserführenden (Bauphase) Fensteranschlusses mit EXTOSEAL ENCORS.
Hinweis

Die Verbindung mit EXTOSEAL ENCORS zwischen Fenster und Wand ist zudem luftdicht, wenn die Wand selbst auch luftdicht ist (z. B. bei Betonwänden). Der Wanduntergrund muss aus einem nicht saugfähigen Material bestehen, um ein Hinterlaufen des Anschlusses bei Schlagregenbelastung zu verhindern.

3. Arbeitsschritte

Ablösen des schmalen Trennfolienstreifens. Anschließend das Band von unten beginnend (Abb. 2, Schritt 1) auf der Außenseite des Fensterrahmens verkleben , so dass der durch Trennfolienstreifen geschützte Bereich im nächsten Schritt mit dem Fensterrahmen außen und dem Betonuntergrund verklebt werden kann (Abb. 4). Der Rahmen muss durch die Verklebung vollständig abgedeckt werden.
Dazu wird der mittlere (zweite) Trennfolienstreifen abgelöst und das Band mit dem Untergrund verklebt. Verfügt das Band über einen dritten Trennfolienstreifen wird dieser ebenfalls abgelöst und das Band verklebt. Wichtig ist, dass beim Verkleben am Übergang Fenster-Wand keine Hohlkehle entsteht, damit die Dämmung einfach bis an den Rahmen geschoben werden kann. Das Band mit der Anreibehilfe PRESSFIX gut anreiben. Auf dem Beton muss das Band mind. 5 cm breit verklebt werden (Abb. 4). Konsolen und Anker müssen mind. 2 cm breit überklebt werden. Die Breite des Bandes ist entsprechend zu wählen. Die seitlichen Verklebungen werden wie zuvor beschrieben hergestellt (Abb. 2, Schritt 2a/2b). Sie werden wasserführend auf 1 verklebt.
Für den oberen Anschluss muss EXTOSEAL ENCORS beim Verkleben mit dem Rahmen ca. 1 cm über die Vorderseite des Fensters überstehen. Dieser Zentimeter wird auf der Vorderseite des Fensterrahmens verklebt (Abb. 5). Alle weiteren Arbeitsschritte wie zuvor beschrieben (siehe auch Abb. 2, Schritt 3).

4. Verklebung Unterseite und Seite
5. Verklebung Oberseite
Verkleben der Ecken

Die hohe Dehnfähigkeit von EXTOSEAL ENCORS ermöglicht eine luftdichte Eckverklebung, ohne dass das Band eingeschitten werden muss. Dazu wird das Band zunächst etwa mehr vorgedehnt als erforderlich. Nachdem Dehnen muss sich das Band entspannen können. Dann kann es auf dem Untergrund verklebt werden.

Abdichten von Konsolen und Ankern Idealerweise wird die Breite von EXTOSEAL ENCORS so gewählt, dass Konsolen bzw. Anker mind. 2 cm überklebt werden (Abb. 4). Alternativ kann ein entsprechend breiter Streifen im Bereich Konsole/Anker für die erforderlich Dichtheit sorgen. Die Wasserführung ist sicher zu stellen.

6.
7.
Dort wo EXTOSEAL ENCORS überlappt müssen die Bänder in die entstehenden Kanten sorgfältig mit dem PRESSFIX angerieben werden. Dies gilt auf für die Absätze an Konsolen und Ankern.

Rahmenbedingungen

TECHNIK-HOTLINE

Bei abweichenden Rand- bedingungen kontaktieren Sie bitte:
Tel: +49 (0) 62 02 - 27 82.45
eMail: technik@proclima.de

Verklebungen dürfen nicht auf Zug belastet werden.
Klebebänder fest anreiben. Auf ausreichenden Gegendruck achten.
Wind-, luftdichte oder regensichere Verklebungen können nur auf faltenfrei verlegten Dampfbremsen bzw. Unterdeck- und Fassadenbahnen erreicht werden.
Das Band ist unter Wärmeeinwirkung selbstverschweißend abdichtend.

Weitere Hinweise

Die dar­ge­stell­ten Sach­ver­hal­te be­zie­hen sich auf den Stand der ak­tu­el­len For­schung und der prak­ti­schen Er­fah­rung. Wir be­hal­ten uns Ände­run­gen der emp­foh­le­nen Kon­struk­tio­nen und der Ver­ar­bei­tung so­wie die Wei­ter­entwick­lung und die da­mit ver­bun­de­ne Qua­litätsände­rung der ein­zel­nen Pro­duk­te vor. Wir in­for­mie­ren Sie gern über den ak­tu­el­len tech­ni­schen Kennt­nis­stand zum Zeit­punkt der Ver­le­gung.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen über die Ver­ar­bei­tung und Kon­struk­ti­ons­de­tails ent­hal­ten die pro cli­ma Pla­nungs­un­ter­la­gen. Bit­te be­ach­ten Sie auch die Emp­feh­lun­gen zur Ver­kle­bung in der ak­tu­ell gülti­gen pro clima Anwendungsmatrix.